Physiotherapeutische Betreuung eines Patienten mit exazerbierter COPD auf der Intensivstation H. Worth Medizinische Klinik I, Klinikum Fürth
DOI 10.5414/ATX01808
Abstrakt
Die intensivmedizinische Betreuung eines Patienten mit exazerbierter COPD umfasst den Einsatz von Bronchodilatatoren, Kortikosteroiden, evtl. Antibiotika, die nicht invasive oder invasive Beatmung, die Applikation von Sauerstoff und physiotherapeutische Maßnahmen. Indikationen für die Physiotherapie sind die Dekonditionierung des Patienten und hierdurch bedingte Komplikationen, Störungen der Atmung wie Sekretretention, Atelektasenbildung, Weaning-Probleme sowie emotionale Probleme des kritisch kranken Patienten. Die wesentlichen physiotherapeutischen Maßnahmen zur Mobilisation und Sekretelimination auf der Intensivstation werden dargestellt. In Untersuchungen mit geringer Teilnehmerzahl lassen sich positive Effekte der physiotherapeutischen Atemtherapie bezüglich der Elimination von viskösem Sputum, einer kürzeren Weaning- Dauer und eine Reduktion der Hospitaldauer nachweisen, die in Zukunft durch randomisierte kontrollierte Studien mit größeren Fallzahlen untermauert werden sollten.
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