Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 37 - September (345 - 351)

Überwachung des Atemwegswiderstands (Raw) bei Exazerbation der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)
T. Jalušić Glunčić
Klinikzentrum Zagreb, Universitätsklinik für Lungenerkrankungen „Jordanovac“, Zagreb, Kroatien

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DOI 10.5414/ATX01716

Abstrakt

Zielsetzung: Es soll gezeigt werden, dass bei COPD-Exazerbationen sich nicht nur die Spirometrie-Werte (FVC, FEV1, FEF50, PEF) verschlechtern, sondern auch der Atemwegswiderstand (Raw) ansteigt. Patienten und Methoden: Die Untersuchung umfasste 38 Patienten mit exazerbierender COPD. Bei allen Patienten wurden spirometrische und plethysmographische Messungen durchgeführt und sie erhielten eine angemessene Therapie. Mindestens 1 Monat nach der Kontrolluntersuchung wurden Spirometrie und Plethysmographie wiederholt und die Patienten beantworteten einen kurzen Fragebogen zur Lebensqualität. Ergebnisse: Nach der Therapie waren die Werte angestiegen: FVC bei 57,90%, FEV1 bei 52,63% PEF bei 73,68% und FEF50 bei 68,42% der Patienten. Der FVC-Mittelwert war nach Therapie um 2,13%, der FEV1-Mittelwert um 3,30%, der FEF50-Mittelwert um 12,43% und der PEF-Mittelwert um 9,06% angestiegen. Der Raw war bei 78,95% der Patienten verringert. Insgesamt war der Raw-Mittelwert aller Patienten nach Therapie um 15,42% niedriger. Dies weist auf eine mittlere bis starke negativ lineare Korrelation zwischen Atemwegswiderstand und maximalem exspiratorischen Fluss hin. Der Pearson-Koeffizient der linearen Korrelation war nach der Therapie von –0,66 auf –0,82 erhöht. 73,68% der Patienten fühlten sich nach der Therapie subjektiv besser und bei 96,42% der Patienten war der Raw verringert. Bei allen Patienten, die sich nach der Therapie schlechter fühlten, war der Raw erhöht. Schlussfolgerung: Nach Therapie waren die Spirometrie-Werte (objektive Parameter) leicht erhöht und die Lebensqualität der Patienten subjektiv besser. Bei COPD ist der Atemwegswiderstand (Raw) signifikant verringert und hängt vom Grad der Obstruktion ab. Bei stärkerer Obstruktion, d.h. verringerter FEV1, wird der Widerstand höher. Eine adäquate Therapie kann sich positiv auf den Raw auswirken. Die Messung des Atemwegswiderstands durch Plethysmographie ist also ein guter Parameter zum COPD-Monitoring.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinikzentrum Zagreb, Universitätsklinik für Lungenerkrankungen „Jordanovac“, Zagreb, Kroatien

Adresse

Dr. med. Tajana Jalušić Glunčić
Klinikzentrum Zagreb
Universitätsklinik für Lungenerkrankungen „Jordanovac“
Jordanovac 104
10000 Zagreb, Kroatien
Email: [email protected]

Citation

T. Jalušić Glunčić.Überwachung des Atemwegswiderstands (Raw) bei Exazerbation der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). 2011; 37: 345-351. doi: 10.5414/ATX01716.

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