Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 36 - Februar (42 - 46)

Kardiovaskuläres Risiko und Schlaf
B. Sanner
Bethesda Krankenhaus Wuppertal, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum

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DOI 10.5414/ATP36042

Abstrakt

Die obstruktive Schlafapnoe ist charakterisiert durch eine pathologische Wechselwirkung von Schlaf, Atmung und Herzkreislaufsystem, vor allem während der Nacht. So finden sich parallel zu Phasen mit obstruktiven Apnoen Anstiege des pulmonal-arteriellen und systemischen Blutdrucks und einem daraus resultierenden Non-Dipping im 24h-Blutdruckprofil. Der Sympathikotonus ist nachts erhöht und wahrscheinlich in dieser Folge auch die Thrombozytenaggregabilität. Große klinische Studien der letzten Jahre konnten darüber hinaus aufzeigen, dass diese schlafbezogene Atmungsstörung in der Nacht auch zu kardiovaskulären Erkrankungen am Tag führen kann. Die obstruktive Schlafapnoe gilt mittlerweile als die häufigste behebbare Ursache einer arteriellen Hypertonie. Zusätzlich gibt es Assoziationen zur pulmonal-arteriellen Hypertonie, zur linksventrikulären Dysfunktion, zur Arteriosklerose-Entstehung und der Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung, zu apoplektischen Insulten und zu Herzrhythmusstörungen, insbesondere auch zur Arrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern. Daher sollte bei Patienten mit schlecht einstellbarer arterieller Hypertonie und solchen mit einem Non-Dipping im 24h-Profil, aber auch bei Patienten mit ätiologisch nicht geklärter linksventrikulärer Hypertrophie, pulmonal-arterieller Hypertonie oder nächtlichen myokardialen Ischämien und klinischen Hinweisen auf das Vorliegen einer obstruktiven Schlafapnoe eine weitergehende schlafmedizinische Diagnostik erfolgen.

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Autoren

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  • Bethesda Krankenhaus Wuppertal, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum

Adresse

Prof. Dr. med. B. Sanner
Bethesda Krankenhaus
Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum
Hainstraße 36
D-42109 Wuppertal
Email: [email protected]

Citation

B. Sanner.Kardiovaskuläres Risiko und Schlaf. 2010; 36: 42-46. doi: 10.5414/ATP36042.

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