Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 35 - Januar (45 - 51)

Bedeutung der Lungenfunktionsdiagnostik bei der Therapiesteuerung von neuromuskulären Erkrankungen
K.H. Rühle, K.J. Franke, G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, HELIOS-Klinik Ambrock, Universität Witten/Herdecke, Hagen

   

 

DOI 10.5414/ATP35045

Abstrakt

Die Lungenfunktionsdiagnostik gewinnt in der Beurteilung von neuromuskulären Erkrankungen eine zunehmend wichtige Bedeutung. Neben der seriellen Bestimmung der Lungenvolumina sollte zusätzlich die Muskelkraft bestimmt werden, so dass eine drohende ventilatorische Erschöpfung rechtzeitig erkannt wird. Mittels portabler Geräte ist es möglich, die Muskelkraft der Atemmuskulatur auch im Krankenbett mit Tests wie Psniff und Pwhistle relativ zuverlässig zu bestimmen. Für wissenschaftliche Fragestellungen werden nicht mitarbeitsabhängige Tests wie z.B. die Messung der transdiaphragmalen Druckentwicklung nach elektrischer Stimulation (TwitchPdi) entwickelt. Eine drohende Muskelschwäche wird frühzeitig durch einen Sauerstoffsättigungsabfall beziehungsweise Anstieg des PCO2 während des Schlafs erkannt, so dass rechtzeitig die Indikation für eine nichtinvasive Beatmung gestellt werden kann. Die Elimination von Sekret durch die Husten-Clearance kann mit dem Husten-Peakflow überprüft und optimiert werden.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, HELIOS-Klinik Ambrock, Universität Witten/Herdecke, Hagen

Adresse

Prof. Dr. med. K.-H. Rühle; HELIOS-Klinik Ambrock, Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Ambrockerweg 60, D-58091 Hagen
Email: [email protected]

Citation

K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius .Bedeutung der Lungenfunktionsdiagnostik bei der Therapiesteuerung von neuromuskulären Erkrankungen . 2009; 35: 45-51. doi: 10.5414/ATP35045.

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