Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 34 - November 2008 (435 - 441)

Bronchopulmonale Dysplasie – wirklich ein Risikofaktor für Asthma?
N. Schwerk, G. Hansen
Abteilung I, Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Medizinische Hochschule Hannover

   

 

DOI 10.5414/ATP34435

Abstrakt

Die bronchopulmonale Dysplasie (BPD) ist eine chronische Lungenerkrankung mit unterschiedlichen Schweregraden. Einschränkungen der Lungenfunktion können bis in das Erwachsenenalter anhalten. 50% aller Kinder mit BPD müssen in den ersten 2 Lebensjahren wegen pulmonaler Komplikationen stationär behandelt werden, insbesondere aufgrund schwerverlaufender RSV-Infektionen. Asthmaähnliche Symptome wie pfeifende Atmung und eine Obstruktion in der Lungenfunktion werden nicht selten als Asthma bronchiale fehlgedeutet und entsprechend behandelt. Auch wenn das Asthma bronchiale und die BPD ähnliche Symptome aufweisen können, handelt es sich doch um unterschiedliche Lungenerkrankungen. Inhalative Steroide haben bei Kindern mit BPD weder einen Einfluss auf das Auftreten, noch auf den Verlauf obstruktiver Atemwegssymptome zeigen können. Natürlich können auch BPD-Patienten ein Asthma bronchiale entwickeln, das alleinige Vorhandensein einer Atemwegsobstruktion reicht jedoch nicht aus, um die Diagnose Asthma zu stellen.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Abteilung I, Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Medizinische Hochschule Hannover

Adresse

Dr. med. N. Schwerk
Abteilung I, Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1, D-30625 Hannover
Email: [email protected]

Citation

N. Schwerk und G. Hansen .Bronchopulmonale Dysplasie – wirklich ein Risikofaktor für Asthma? . 2008; 34: 435-441. doi: 10.5414/ATP34435.

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