Thesis: “Low-dose”-Kortison- therapie in der Pneumologie
P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Allergologie, Pneumologie, Schlafmedizin, Klinik Maingau vom Roten Kreuz, Frankfurt am Main
DOI 10.5414/ATP34266
Abstrakt
Asthma und viele diffuse Lungenparenchymerkrankungen werden mit Glukokortikosteroiden behandelt. Die meisten Asthmapatienten können mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) und – falls erforderlich – inhalativen Langzeitbronchodilatatoren gut, bis zu einem Drittel jedoch nicht optimal eingestellt werden. Ein Teil dieser Patienten (schweres, persistierendes Asthma) benötigt zusätzlich orale Kortikosteroide (OCS) in der Langzeittherapie, um eine akzeptable Einstellung zu erreichen. Eine Reihe von diffusen Lungenparenchymerkrankungen (Sarkoidose, exogen allergische Alveolitis, ein Teil der idiopathischen interstitiellen Pneumonien) benötigt ebenfalls OCS. Bei diesen pneumologischen Patienten ist die Kortisontherapie beinahe konkurrenzlos, da andere antientzündliche und immunsuppressive Therapien – im Gegensatz zur Rheumatologie – keine gute Evidenz der Wirksamkeit haben. Es ist bemerkenswert, dass es in Bezug auf die Höhe, als auch in Bezug auf die die Dauer und die Modalitäten der Reduktion der oralen Kortisontherapie wenig Evidenz gibt, die auf randomisierten doppelblinden Studien basiert. Patienten mit der Notwendigkeit einer OCS-Therapie sollten mit der nie - drigst möglichen Dosis behandelt werden, um die Nebenwirkungen der Kortisontherapie zu minimieren. Deshalb kann aus der Rheumatologie das Prinzip der Low-dose- Kortisontherapie auch in der Pneumologie übernommen werden. Tagesdosen £ 7.5 mg Prednisonäquivalent zählen als Low-dose- Kortisontherapie. Bei stabilem Zustand kann die Dosis in vielen Fällen weiter reduziert werden, in der Rheumatologie werden 1 mg- Schritte empfohlen. Eine Besonderheit der OCS-Therapie bei Asthma ist die häufige Notwendigkeit der täglich zweimaligen Gabe (um 8 und 15 Uhr), um die Kortisonwirkung den chronobiologischen Gegebenheiten der asthmatischen Entzündung anzupassen. Eine Osteoporose-Prophylaxe mit 1000 mg Calcium und 800 mg Vitamin D wird von Anfang an bei Einleitung einer oralen Kortisontherapie empfohlen.
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- Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Allergologie, Pneumologie, Schlafmedizin, Klinik Maingau vom Roten Kreuz, Frankfurt am Main
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Dr. med. P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Allergologie, Pneumologie, Schlafmedizin
an der Klinik Maingau vom Roten Kreuz
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Citation
P. Kardos.Thesis: “Low-dose”-Kortison- therapie in der Pneumologie. 2008; 34: 266-273. doi: 10.5414/ATP34266.