Schmerztherapie bei Malignomen der oberen und unteren Atemwege und des Ösophagus
L. Radbruch, F. Elsner
Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Aachen
DOI 10.5414/ATP29590
Abstrakt
Schmerzen sind eines der häufigsten und für Tumorpatienten häufigsten Symptome. Eine differenzierte Schmerzdiagnose erleichtert die Therapieplanung. Die Anwendung der einfachen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (orale und regelmässige Anwendung nach dem 3-Stufenplan) führt bei der Mehrzahl der Patienten zu einer ausreichenden Schmerzlinderung. Bei starken Schmerzen werden Morphin oder ähnliche Opioide, eventuell kombiniert mit Nichtopioid-Analgetika, Koanalgetika und weiteren Begleitmedikamenten zur Symptomkontrolle eingesetzt. Neue Applikationsformen, z.B. die transdermale Anwendung von Fentanyl und Buprenorphin, ermöglichen eine nichtinvasive Therapie auch bei Patienten mit Schluckstörungen. Wenn dies auch von vielen Ärzten befürchtet wird, beeinträchtigen die Opioide bei sachgerechter Anwendung die Atemfunktion nicht. Opioide können sogar sinnvoll zur Linderung von Luftnot eingesetzt werden, da sie übermässige Atemarbeit verringern und damit die Sauerstoffbilanz verbessern und das subjektive Gefühl von Luftnot reduzieren. Ängste vor Nebenwirkungen und Komplikationen sind immer noch eine der wesentlichen Barrieren bei Ärzten, Patienten und Angehörigen, die eine effektive Schmerztherapie verhindern. Die Kommunikation mit dem Patienten und ein ganzheitlicher Ansatz mit der Bereitschaft, auch psychische, soziale und spirituelle Anteile am Schmerzerleben zu berücksichtigen, sind wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg der Therapie.
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- Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Aachen
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L. Radbruch und F. Elsner.Schmerztherapie bei Malignomen der oberen und unteren Atemwege und des Ösophagus. 2003; 29: 590-605. doi: 10.5414/ATP29590.