Abstrakt
Hintergrund: Aktuell wird die UPPP von der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie für leichte und moderate Formen des OSAHS bis zu einem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) von £ 25 empfohlen. Die LAUP wird für die Therapie des OSAHS abgelehnt. Zur Radiofrequenzchirurgie des weichen Gaumens gibt es gegenwärtig keine Stellungnahme. Methode: In einer weltweiten Literaturrecherche von 1994 – 2003 wurden zur UPPP/TE 290 Arbeiten, zur LAUP 82 Arbeiten und zur RFQ des weichen Gaumens 46 Arbeiten gefunden. Insgesamt gingen in die Auswertung 89 Originalartikel ein. Die Arbeiten wurden hinsichtlich der Aspekte Methodik, prä- und postoperative polysomnographische Kontrollen, subjektiver Tagesschläfrigkeit und postoperativer Erfolgsrate analysiert. 55 Originalartikel wurden mangels Informationsgehalts von der Analyse ausgeschlossen. Ergebnisse: UPPP: Der Nachbeobachtungszeitraum von 426 Patienten lag zwischen 14,8 und 19,5 Monaten. Der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) sank von 34,6 auf 21,8; eine Reduktion von 37,0%. Die minimale Sauerstoffsättigung (LSAT) verbesserte sich durchschnittlich um 6,4% von 75,5 auf 81,9%. Die subjektive Tagesschläfrigkeit, gemessen mit der Epworth Sleepiness Scale, (ESS) sank von 9,9 auf 5,7; eine Reduktion von 42,2%. Die postoperative Gesamterfolgsrate betrug zwischen 43,9 und 48,2%. LAUP: Nach einem Nachbeobachtungszeitraum von durchschnittlich 5,3 Monaten sank der AHI für 421 Patienten nach 2,6 Therapiesitzungen von 30,1 auf 22,4; eine Reduktion von 25,6%. Die durchschnittliche minimale Sauerstoffsättigung (LSAT) verbesserte sich um 1,3% von 82,7 auf 84,0%. Die ESS sank von 11,3 auf 7,4; eine Reduktion von 34,5%. Die postoperative Gesamterfolgsrate betrug zwischen 44,7 und 45,2%. RFQ: Mit 4,9 Monaten war der Nachuntersuchungszeitraum für 63 Patienten am kürzesten. Nach durchschnittlich 2 Therapiesitzungen und einer Gesamtdosis von 1.996 Joule sank der AHI von 19,2 auf 13,9; eine Reduktion von 27,6%. Die LSAT zeigte postoperativ mit 84,7% keine Verbesserung. Die ESS sank von 8,7 auf 6,9; eine Reduktion von 20,7%. Die postoperative Gesamterfolgsrate betrug 53,3%. Schlußfolgerung: Es muß weiterhin an den bisherigen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie zur UPPP und LAUP festgehalten werden. Die alleinige Radiofrequenzchirurgie des weichen Gaumens ist für die Therapie des OSAHS nicht geeignet.
Autoreninformation
Autoren
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- Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Ulm
Adresse
Dr. med. Yvonne Fischer, MBA
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Ulm
Frauensteige 12
D-89075 Ulm
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Citation
Y. Fischer und G. Rettinger. Übersicht zur Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP), laserassistierten Uvulopalatoplastik (LAUP) und Radiofrequenzchirurgie (RFQ) des weichen Gaumens in der Therapie des obstruktiven Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndroms (OSAHS). 2006; 32: 271-282. doi: 10.5414/ATP32271.