Inhalatives Stickoxid bei akuter Pulmonalembolie P. Schenk Intensivstation, Universitätsklinik für Innere Medizin IV, Allgemeines Krankenhaus Wien
DOI 10.5414/ATP33062
Abstrakt
Die akute Pulmonalembolie ist nach wie vor durch eine hohe Mortalität charakterisiert, 45 – 90% aller Todesfälle treten innerhalb der ersten 2 Stunden nach Symptomenbeginn auf. Das Rechtsherzversagen führt zum kardiogenen Schock, und deshalb stellt die Verminderung der rechtsventrikulären Nachlast das zentrale therapeutische Ziel dar. Der erhöhte Lungengefäßwiderstand wird durch eine pulmonale Vasokonstriktion (durch Freisetzung vasoaktiver Mediatoren) mitverursacht. Die Applikation von pulmonal-selektiven Vasodilatatoren, wie inhalativem Stickoxid (NO) und Prostazyklin, stellt daher eine therapeutische Option dar. In Tiermodellen einer akuten Pulmonalembolie konnte NO den Pulmonalarteriendruck und den Lungengefäßwiderstand signifikant senken. Beim Menschen verminderte NO den Pulmonalarteriendruck, erhöhte den systemischen Blutdruck bei vorhandener Hypotension und verbesserte die Oxygenierung. Laut Literatur gibt es 13 Patienten mit akuter Pulmonalembolie, bei denen NO (5 – 50 ppm) einen günstigen Effekt auf die Hämodynamik und den Gasaustausch hatte. Inhalatives NO kann daher als mögliche Ergänzung zur konventionellen Therapie der schweren Pulmonalembolie mit akutem Rechtsherzversagen angesehen werden. Kontrollierte Studien sind erforderlich, um diese vielversprechenden Erfahrungen zu bestätigen.
Intensivstation, Universitätsklinik für Innere Medizin IV, Allgemeines Krankenhaus Wien
Adresse
Univ.-Prof. Dr. med. P. Schenk
Intensivstation
Universitätsklinik für Innere Medizin IV
Allgemeines Krankenhaus Wien
Währinger Gürtel 18 – 20
A–1090 Wien Email: [email protected]
Citation
P. Schenk.Inhalatives Stickoxid bei akuter Pulmonalembolie.2007; 33: 62-70. doi: 10.5414/ATP33062.
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