Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 31 - 1. Quartal 2006 (43 - 50)

Das abdominelle Kompartmentsyndrom
C. Meier, M. Keel, O. Trentz
Klinik für Unfallchirurgie, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz

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DOI 10.5414/IBP31043

Abstrakt

Das abdominelle Kompartmentsyndrom ist eine Entität, welche vor allem in Chirurgie und Intensivmedizin vermehrte Beachtung findet. Entscheidend ist die frühe Identifikation von Risikopatienten und ein Überwachen des intraabdominellen Drucks mit einem etablierten Meßverfahren in Kombination mit einem Monitoring von Herz-Kreislauf, Lungen- und Nierenfunktion. Die dekompressive Laparotomie ist die Therapie der Wahl. Die hohe Mortalität des abdominellen Kompartmentsyndroms wird durch ein Multiorganversagen verursacht, welches wahrscheinlich durch das abdominelle Kompartmentsyndrom getriggert wird. Die Früherkennung eines sich entwickelnden abdominellen Kompartmentsyndroms mit rascher Entlastung verhindert möglicherweise ein fatales Multiorganversagen, jedoch wird der Zeitpunkt für eine dekompressive Laparotomie in der Literatur immer noch kontrovers beurteilt. Im Fokus der Forschung steht außerdem die Evaluation neuer Volumenersatz-Protokolle zur rascheren und besseren Schockbekämpfung mit verminderten Darmischämie-Reperfusions-Schäden, welche mit der Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen die Entwicklung eines abdominellen Kompartmentsyndroms und Multiorganversagen begünstigen.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Unfallchirurgie, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz

Adresse

Dr. med. Ch. Meier
Klinik für Unfallchirurgie
UniversitätsSpital Zürich
Rämistraße 100
CH–8091 Zürich
Email: [email protected]

Citation

C. Meier, M. Keel und O. Trentz.Das abdominelle Kompartmentsyndrom. 2006; 31: 43-50. doi: 10.5414/IBP31043.

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