Adjuvante und palliative Therapie des Pankreaskarzinoms V. Heinemann Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum Großhadern
DOI 10.5414/VDP22201
Abstrakt
Primär operable Pankreaskarzinome stellen immer noch die Minderheit dar, und zumeist wird diese Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Zustand diagnostiziert. Die Daten der ESPAC-1-Studie zeigen im randomisierten Vergleich, daß Patienten nach kurativer Resektion eines Pankreaskarzinoms einen signifikanten Vorteil von einer adjuvanten Chemotherapie mit 5-FU/Folinsäure haben. Während es für die Behandlung des lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms noch keinen klaren Standard gibt und sowohl die Radiochemotherapie als auch die systemische Chemotherapie Behandlungsoptionen darstellten, so zeichnet sich doch die Radiochemotherapie durch die größte lokale Effektivität aus und kann im Einzelfall auch die Resektabilität eines primär inoperablen Befundes wiederherstellen. Die systemische Chemotherapie mit Gemcitabin gilt derzeit als etablierter Standard der palliativen Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms. Die Mehrzahl randomisierter Studien, die eine Gemcitabin-basierte Kombinationstherapie untersuchten, konnte zwar einen signifikanten Vorteil für Ansprechrate und TTP demonstrieren, der Nachweis eines signifikanten Überlebensvorteils steht dagegen noch aus. Neue Ansätze prüfen derzeit den Stellenwert zielgerichteter biologischer Therapien, die sich gegen Wachstumsfaktorrezeptoren, Tyrosinkinasen oder angiogeneseassoziierte Faktoren richten.
Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum Großhadern
Adresse
PD Dr. med. V. Heinemann
Medizinische Klinik und Poliklinik III
Klinikum Großhadern
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistraße 15
D–81377 München Email: [email protected]
Citation
V. Heinemann.Adjuvante und palliative Therapie des Pankreaskarzinoms.2004; 22: 201-207. doi: 10.5414/VDP22201.
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