Screening für Bronchialkarzinome M. von Eiff Medizinische Klinik, Malteser-Krankenhaus St. Hildegardis, Köln
DOI 10.5414/ATP30191
Abstrakt
Die Effizienz des Bronchialkarzinomscreenings wird kontrovers diskutiert. Fünf prospektiv randomisierte Studien wurden publiziert, die die Wertigkeit konventioneller Röntgen-Thoraxaufnahmen mit oder ohne Sputumzytologien untersuchten. In keiner dieser Studien konnte eine Senkung der Bronchialkarzinommortalität gezeigt werden. Die Computertomographie des Thorax erkennt mit hoher Sensitivität Lungenrundherde. In 10 veröffentlichten Observationsstudien wurden übereinstimmend in einem hohen Prozentsatz Tumorfrühstadien sowohl in den Ausgangsuntersuchungen als auch in den Follow-up-Untersuchungen diagnostiziert. Möglicherweise wurden jedoch auch Tumore “überdiagnostiziert”, d.h. Tumore erkannt, die den weiteren klinischen Verlauf der Patienten nicht wesentlich beeinflussen würden. In prospektiv randomisierten Studien wird aktuell der Einfluß serieller Computertomographien des Thorax auf die Bronchialkarzinommortalität untersucht. Aufgrund der aktuellen Studienlage kann ein Screening des Bronchialkarzinoms mit konventionellen Röntgenthoraxaufnahmen, Sputumzytologien oder Thorax-Computertomographien nicht empfohlen werden.
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