Neue Aspekte in der Bewertung und prophylaktischen Pharmakotherapie der Exazerbation bei chronisch obstruktiver Bronchopneumopathie (COPD)
G. König
Medizinische Klinik I, Klinikum Memmingen
DOI 10.5414/ATP30181
Abstrakt
In der Exazerbation kann der primär chronische Verlauf der COPD eine dramatische Verschlechterung erfahren. Die akute Bedrohung des Patienten wird an der schlechten Prognose deutlich, die in einer Mortalität von 24% gipfelt, wenn eine intensivmedizinische Behandlung notwendig wird. Zu den gut etablierten Therapiemaßnahmen in der schweren Exazerbation gehören neben der Gabe systemisch applizierter Steroide auch Sauerstoff, gegebenenfalls Beatmung und Antibiotika. Von systemischen Steroiden ist außerhalb von Exazerbationen kein positiver Effekt zu erwarten. Im Intervall sollte diese Therapie daher vermieden werden. Zur Behandlung der Bronchialobstruktion sind b-Mimetika, insbesondere langwirksame Substanzen und langwirkende M3-selektive Anticholinergika, erste Wahl. Neu zu überdenken ist der Stellenwert inhalativ applizierbarer Steroide, die bei COPD höheren Schweregrades die Exazerbationen vermindern und die Lungenfunktion wie auch den Gesundheitszustand bessern können. Derzeit kontrovers diskutiert wird die Aussage, wonach inhalierbare Steroide die Mortalität und die Hospitalisierung, vor allem mit höheren Dosierungen, günstig beeinflussen können. Feste Kombinationen von langwirkenden b-Mimetika und inhalierbaren Steroiden verbessern die Lungenfunktion, den Gesundheitsstatus, die Symptomatik, und sie vermindern die Exazerbationen signifikant im Vergleich zu Plazebo. Im Vergleich zu einer Monotherapie mit den Einzelsubstanzen sind Kombinationen immer im Trend besser, teilweise jedoch auch signifikant überlegen.
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- Medizinische Klinik I, Klinikum Memmingen
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G. König.Neue Aspekte in der Bewertung und prophylaktischen Pharmakotherapie der Exazerbation bei chronisch obstruktiver Bronchopneumopathie (COPD). 2004; 30: 181-190. doi: 10.5414/ATP30181.