Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 30 - April 2004 (172 - 180)

Bronchiektasen: Weg einer Krankheit in die klinische Bedeutungslosigkeit?
H. Gubbawy1, P. Entzian2, R.J. Elfeldt3, B. Thiel3
1 Arzt für Lungen- und Bronchialheilkunde, 2 Praxis für Lungen- und Bronchialheilkunde, 3 Abteilung für Thoraxchirurgie, Friedrich-Ebert-Krankenhaus, Neumünster

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DOI 10.5414/ATP30172

Abstrakt

Bronchiektasen sind abnorme irreversible Bronchialerweiterungen, die zu produktivem Husten, wiederholten Infektexazerbationen und gelegentlich zu Hämoptysen führen. Ursprünglich ein häufiges Krankheitsbild mit hoher Mortalität, hat der medizinische Fortschritt, der sich z.B. in Antibiotikatherapie, Impfung gegen Keuchhusten und Masern sowie Rückgang der Tuberkulose manifestiert, die Inzidenz der Bronchiektasen deutlich reduziert. Dennoch ist die Erkrankung, die sowohl primär, d.h. angeboren, als auch sekundär auftritt, auch heute noch bedeutsam. Diagnostisch ist das Computertomogramm in High-resolution-Technik aktuell das aussagekräftigste Untersuchungsverfahren. Die Resektion ist die Therapie der Wahl bei umschriebenen symptomatischen Prozessen; besonders stellen blutende Bronchiektasen eine Operationsindikation dar. Liegt eine Operationskontraindikation vor, können moderne konservative Therapiestrategien mit medikamentösen und physikalischen Behandlungsmöglichkeiten die Prognose deutlich verbessern.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Arzt für Lungen- und Bronchialheilkunde,
  • 2 Praxis für Lungen- und Bronchialheilkunde,
  • 3 Abteilung für Thoraxchirurgie, Friedrich-Ebert-Krankenhaus, Neumünster

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Citation

H. Gubbawy, P. Entzian, R.J. Elfeldt und B. Thiel.Bronchiektasen: Weg einer Krankheit in die klinische Bedeutungslosigkeit?. 2004; 30: 172-180. doi: 10.5414/ATP30172.

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