Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44 (2026) - Januar/Februar (21 - 29)

Mangelernährung
T. Frieling
Medizinischen Klinik II, Helios Klinikum Krefeld, Krefeld

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DOI 10.5414/VDX01269

Abstrakt

Die Mangelernährung hat eine große Bedeutung, da sie häufig vorkommt und klinische Implikationen hat. So ist die Mangel­ernährung der entscheidenden Faktor für die Verweildauer, die Komplikationsrate, die Morbidität und die Mortalität der Mehrzahl der nicht onkologischen und onkologischen Erkrankungen. Trotz dieser eindeutigen wissenschaftlichen und seit vielen Jahren vorliegenden Erkenntnisse spielt die Ernährung in Deutschland leider nur eine untergeordnete Rolle. So findet eine systematische Beschäftigung mit der sehr häufigen Mangelernährung, u. a. durch professionelle Ernährungsteams, in deutschen Krankenhäusern im Gegensatz zu anderen Ländern praktisch nicht statt. Dies ist erstaunlich, da die Investitionen für Ernährungsteams durch die Reduktion der Komplikationen mit Einsparungen der Kosten mehr als kompensiert werden. Im Gesundheitssystem müssen daher grundsätzliche Verbesserungen inklusive eines finanziellen Anreizsystems zur professionellen Beschäftigung mit der Mangelernährung geschaffen werden.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Medizinischen Klinik II, Helios Klinikum Krefeld, Krefeld

Adresse

Prof. Dr. med. Thomas Frieling
Direktor der Medizinischen Klinik II
Helios Klinikum Krefeld
Lutherplatz 40
47805 Krefeld
Email: [email protected]

Citation

T. Frieling.Mangelernährung. 2026; 44: 21-29. doi: 10.5414/VDX01269.

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