Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 52 (2026) - Februar (95 - 104)

Von der Tracheotomie zur Bronchoskopie
H. Schweisfurth
Pulmologisches Forschungsinstitut (IPR), Cottbus

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DOI 10.5414/ATX02877

Abstrakt

Es gibt Hinweise dafür, dass in Ägypten bereits vor 5.000 Jahren Eingriffe im Halsbereich durchgeführt wurden. In der Antike haben sich Hippokrates, Asklepiades und Antyllos mit möglichen Zugangswegen zu den Atemwegen beschäftigt. In der Renaissance haben vorwiegend in Italien die Ärzte Brassavola, Casseri und Sanctorius über Tracheotomien berichtet. 1804 entwickelte Bozzini ein Endoskop mit einer Kerze als Lichtquelle. Désormeaux verbesserte das Endoskop durch die Verwendung einer gasbildenden Lampe. Der spanische Opernsänger Garcia untersuchte 1854 mit Hilfe von Spiegeln die Bewegungsabläufe seiner Stimmbänder. Türck erfand 1857 das erste Laryngoskop, indem er Spiegel unter Ausnutzung des Sonnenlichts verwendete. Czermak stattete das Laryngoskop mit einer künstlichen Lichtquelle aus. Kirstein gelang 1895 eine direkte endoskopische Untersuchung des Kehlkopfs. Killian entfernte 1897 erstmals bronchoskopisch ein aspiriertes Knochenstück aus dem rechten Hauptbronchus. Hopkins erfand in den 1960er Jahren das Stablinsensystem. Die endoskopische Beleuchtung mit einer vom Endoskop getrennten Lichtquelle unter Verwendung von faseroptischen Bündeln wurde von Storz entwickelt. Ikeda konstruierte das erste flexible Fiberbronchoskop, das 1968 kommerziell erhältlich war. 1965 entwickelte Montgomery den ersten Silikonstent zur Behandlung der Trachealstenose. Dumon verbesserte das Stenting und entwickelte die von Toty eingeführte ND:YAG-Lasertherapie weiter. Über die Spülung der Bronchien mit einem Katheter berichtete 1927 erstmals Stitt. 1974 wurde die bronchoalveoläre Lavage mit dem flexiblen Fiberbronchoskop von Reynolds angewendet. Hürter und Hanrath berichteten 1992 über eine neue Ultraschalltechnik, mit der zentrale und periphere Bronchialtumoren lokalisiert werden konnten. Becker zeigte das Potenzial des endobronchialen Ultraschalls bei Probenentnahmen von mediastinalen Lymphkoten und parenchymalen Läsionen.

Autoreninformation

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  • Pulmologisches Forschungsinstitut (IPR), Cottbus

Adresse

Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth
Pulmologisches Forschungsinstitut (IPR)
Walther-Rathenau-Str. 11
03044 Cottbus
Email: [email protected]

Citation

H. Schweisfurth.Von der Tracheotomie zur Bronchoskopie. 2026; 52: 95-104. doi: 10.5414/ATX02877.

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