Herbst und Winter, Hauptsaison für Atemwegsinfektionen: Schicksal oder vermeidbar?
M. Spielmanns1, 2, C. Brülisauer4, C. Fourlakis3
1 Valens Klinik Wald und Bad Ragaz, Valens, Schweiz, 2 Universität Witten-Herdecke, 3 Valens Klinik Wald, Valens, Schweiz, 4 Valens Infektionsprävention, Valens, Schweiz
DOI 10.5414/ATX02927
Abstrakt
Infektionsprophylaxe in Rehabilitationskliniken ist insbesondere im Herbst und Winter ein wiederkehrendes Thema. Neben Impfungen (Influenza, COVID-19, Pertussis) ist als zentrale Maßnahme eine ausgewogene Ernährung (Ballaststoffe, ausreichende Energie- und Eiweißzufuhr) zu nennen. Sie unterstützt das Immunsystem. Vitamine und Mikronährstoffe können bei Mangelzuständen sinnvoll sein. Regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf stärken die Immunabwehr. Ein professionelles Verhalten bei Symptomen, Maskenpflicht je nach Situation und strikte Hygienepraktiken schützen Personal und Patienten. Rehaspezifische Besonderheiten (Gruppentherapien, Aerosolbildung, belüftete Räume) erfordern regelmäßiges Stoßlüften, reduzierte Gruppengrößen, Raumluftmanagement und multimodale Präventionskonzepte. Impfungen sollten leicht zugänglich sein. Hingegen wird eine routinemäßige antivirale oder antibiotische Prophylaxe nicht empfohlen. Die Implementierung einer suffizienten Infektionsprophylaxe erfordert interprofessionelle Zusammenarbeit, Schulungen, klare Anweisungen und Feedback. Fazit: Atemwegsinfektionen können nicht vollständig vermieden werden, doch durch kombinierte, settingspezifische Maßnahmen lassen sich Häufigkeit und Verlauf deutlich verbessern.
Autoreninformation
Autoren
Abteilungen
- 1 Valens Klinik Wald und Bad Ragaz, Valens, Schweiz,
- 2 Universität Witten-Herdecke,
- 3 Valens Klinik Wald, Valens, Schweiz,
- 4 Valens Infektionsprävention, Valens, Schweiz
Adresse
Prof. Dr. med. Marc Spielmanns
Rehaklinik Wald
Faltigbergstrasse 7
8636 Wald, Schweiz
Email:
[email protected]
Citation
M. Spielmanns, C. Brülisauer und C. Fourlakis.Herbst und Winter, Hauptsaison für Atemwegsinfektionen: Schicksal oder vermeidbar?. 2026; 52: 57-64. doi: 10.5414/ATX02927.