Allergologie, Jahrgang 48 (2025) - Juli (357 - 367)

Registerbasierte Studien zu Interventionseffekten: Möglichkeiten, Herausforderungen, Perspektiven
T. Bierbaum1, J. Schmitt2, S. Abraham3, M. Klinkhammer-Schalke4, T. Kaiser5
1 Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e. V., Berlin, 2 Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Dresden, 3 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts AllergieCentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Dresden, 4 Tumorzentrum Regensburg, Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung, Universität Regensburg, Regensburg, 5 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Köln

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DOI 10.5414/ALX02541

Abstrakt

In den Fachbereichen Allergologie und Dermatologie haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Register etabliert, die auch, je nach Fragestellung, für registerbasierte Studien zu Interventionseffekten genutzt werden können. Um qualitativ hochwertige registerbasierte Studien durchführen zu können, müssen Methoden und Strukturen entwickelt werden, die eine Zusammenarbeit aller Beteiligten fördern. Dabei liegt der Fokus darauf, die Evidenzbasis zu stärken, so die Verbesserung der Versorgungsqualität voranzutreiben und letztlich auch die Resilienz des Gesundheitssystems zu stärken. Dies kann eine wichtige Grundlage für eine evidenzbasierte Gesundheitsversorgung in einem lernenden Gesundheitssystem sein. Registerbasierte Studien zu Interventionseffekten sind abhängig von der jeweiligen Fragestellung eine gute Möglichkeit, wichtige neue Evidenz im Kontext der Regelversorgung zu generieren. Dabei sollte der Fokus auf jenen Projekten liegen, die einen großen Einfluss auf die Verbesserung der Versorgung zeigen. Ein Hemmnis sind dabei die noch unzureichenden Möglichkeiten eines Daten-Linkage sowie die geringe Verfügbarkeit der Daten für eine breite Forschungscommunity (open science). Insgesamt müssen die Rahmenbedingungen für interventionelle versorgungsnahe Studien (zum Beispiel registerbasierte randomisierte kontrollierte Studien (rRCTs)) in Deutschland verbessert werden. Möglichkeiten, Perspektiven und Herausforderungen registerbasierter Studien zu Interventionseffekten werden im Artikel aufgezeigt.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e. V., Berlin,
  • 2 Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Dresden,
  • 3 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts AllergieCentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Dresden,
  • 4 Tumorzentrum Regensburg, Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung, Universität Regensburg, Regensburg,
  • 5 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Köln

Adresse

Dr. rer. biol. hum., Dipl. Ing., M.A. Thomas Bierbaum
Geschäftsführer Deutsches Netzwerk
Versorgungsforschung (DNVF) e. V.
Kuno-Fischer-Str. 8
14057 Berlin
Email: [email protected]

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Citation

T. Bierbaum, J. Schmitt, S. Abraham, M. Klinkhammer-Schalke und T. Kaiser.Registerbasierte Studien zu Interventionseffekten: Möglichkeiten, Herausforderungen, Perspektiven. 2025; 48: 357-367. doi: 10.5414/ALX02541.

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