Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50 (2024) - Oktober (457 - 464)

Lungenkrebs als Berufskrankheit
M. Vogtmann
Klinik für Pneumologie und Kardiologie, Helios Park-Klinikum Leipzig

Add to Cart  

 

DOI 10.5414/ATX02829

Abstrakt

Lungenkrebs ist eine der häufigsten malignen Erkrankungen mit zudem schlechter Prognose. Hauptrisikofaktor ist das inhalative Zigarettenrauchen, jedoch spielen in 9 – 15% der Lungenkrebsfälle berufliche Expositionen bei der Entstehung eine wesentliche Rolle. Die mit Abstand wichtigste Noxe ist die Inhalation vom Asbestfaserstaub, die nach einer Latenz von mehr als drei Jahrzehnten nicht nur maligne Pleuramesotheliome, sondern auch Lungenkrebs auslösen kann. Der Asbestverbrauch in Deutschland erreichte mit 250.000 t/Jahr 1980 seinen Höhepunkt, ein generelles Asbestverbot gilt in Deutschland seit 1993 und in der europäischen Union seit 2005. Damit ist auch zukünftig noch mit dem Auftreten von Lungenkrebs durch Asbest zu rechnen. Weitere berufliche Noxen sind Quarzstaub, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, ionisierende Strahlung und verschiedene Metallverbindungen. Passivrauchen am Arbeitsplatz wurde 2019 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Eine subtile Berufs- und Tätigkeitsanamnese ist unabdingbar, zumal oft den Betroffenen ihre berufliche Schadstoffexposition nicht bewusst ist. Bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit ist eine Anzeige beim zuständigen Unfallversicherungsträger verpflichtend.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Pneumologie und Kardiologie, Helios Park-Klinikum Leipzig

Adresse

Dr. med. Matthias Vogtmann
Klinik für Pneumologie und Kardiologie
Helios Park-Klinikum
Strümpellstraße 41
04289 Leipzig
Email: [email protected]

Citation

M. Vogtmann.Lungenkrebs als Berufskrankheit. 2024; 50: 457-464. doi: 10.5414/ATX02829.

###article_not_exists_msg###

Warenkorb Übersicht

Warenkorb Übersicht
Typ Anz Rabatt MwSt Preis
Der Warenkorb ist leer
Ihr Warenkorb