Lungenkrebs als Berufskrankheit M. Vogtmann Klinik für Pneumologie und Kardiologie, Helios Park-Klinikum Leipzig
DOI 10.5414/ATX02829
Abstrakt
Lungenkrebs ist eine der häufigsten malignen Erkrankungen mit zudem schlechter Prognose. Hauptrisikofaktor ist das inhalative Zigarettenrauchen, jedoch spielen in 9 – 15% der Lungenkrebsfälle berufliche Expositionen bei der Entstehung eine wesentliche Rolle. Die mit Abstand wichtigste Noxe ist die Inhalation vom Asbestfaserstaub, die nach einer Latenz von mehr als drei Jahrzehnten nicht nur maligne Pleuramesotheliome, sondern auch Lungenkrebs auslösen kann. Der Asbestverbrauch in Deutschland erreichte mit 250.000 t/Jahr 1980 seinen Höhepunkt, ein generelles Asbestverbot gilt in Deutschland seit 1993 und in der europäischen Union seit 2005. Damit ist auch zukünftig noch mit dem Auftreten von Lungenkrebs durch Asbest zu rechnen. Weitere berufliche Noxen sind Quarzstaub, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, ionisierende Strahlung und verschiedene Metallverbindungen. Passivrauchen am Arbeitsplatz wurde 2019 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Eine subtile Berufs- und Tätigkeitsanamnese ist unabdingbar, zumal oft den Betroffenen ihre berufliche Schadstoffexposition nicht bewusst ist. Bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit ist eine Anzeige beim zuständigen Unfallversicherungsträger verpflichtend.
bei einer Überprüfung der Daten haben wir festgestellt, dass uns Ihre E-Mail-Adresse nicht vorliegt. Um Sie gegebenenfalls per eMail kontaktieren zu können, möchten wir Sie bitten, uns diese mitzuteilen. Sie können uns dazu eine E-Mail an [email protected] schicken oder uns unter +49-89-613861-0 telefonisch erreichen.