Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 49 (2023) - April (140 - 146)

Altern und Regeneration in der Lunge – Bedeutung für die COPD
N. Bramey1, B. Schmeck2, 3, 4, M. Lehmann1, 2
1 Institut für Lungengesundheit und Immunität, Helmholtz Zentrum München, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 2 Institut für Lungenforschung, Philipps-Universität Marburg, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 3 Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin, Philipps-Universität Marburg, 4 Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF)

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DOI 10.5414/ATX02682

Abstrakt

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist die dritthäufigste Todesursache weltweit. Eine Lungentransplantation bleibt die einzige Therapie für Erkrankte im Endstadium. Ein fehlendes Verständnis für spezifische Pathomechanismen und Phänotypen der COPD behindern die Entwicklung neuartiger Therapieansätze. Die COPD manifestiert sich insbesondere in der alternden Bevölkerung und geht mit einer Abnahme der Regenerationsfähigkeit der Lunge einher. Die Regenerationsfähigkeit ist in der alternden Lunge eingeschränkt, was auf verschiedene zelluläre Prozesse zurückzuführen ist. Ein besonders wichtiger Mechanismus ist hierbei die zelluläre Seneszenz, die vermehrt in der COPD-Lunge gefunden wird. Sie reduziert die Funktionalität der Stammzellen und trägt zu einem proinflammatorischen ­Milieu, der sogenannten Altersentzündung bei. Die therapeutische Beeinflussung von Seneszenz zeigt vielversprechende Resultate in ersten präklinischen Studien und rückt die Seneszenz damit in den Fokus für Studien zu personalisierter Medizin in der COPD, die darauf abzielen, der COPD-Lunge ihre Regenerationsfähigkeit zurückzugeben.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Institut für Lungengesundheit und Immunität, Helmholtz Zentrum München, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL),
  • 2 Institut für Lungenforschung, Philipps-Universität Marburg, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL),
  • 3 Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin, Philipps-Universität Marburg,
  • 4 Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF)

Adresse

Prof. Dr. Mareike Lehmann
Institut für Lungenforschung
Philipps University Marburg
Hans-Meerwein-Strasse 2
35043 Marburg
Email: [email protected]

Citation

N. Bramey, B. Schmeck und M. Lehmann.Altern und Regeneration in der Lunge – Bedeutung für die COPD. 2023; 49: 140-146. doi: 10.5414/ATX02682.

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