Verdauungskrankheiten, Jahrgang 40 (2022) - Mai/juni (97 - 103)

Analfisteln bei Morbus Crohn
P. Kienle
Theresien- und Diakonissenkrankenhaus, Mannheim

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DOI 10.5414/VDX01154

Abstrakt

Anale Fisteln bei Morbus Crohn werden in einfache und komplexe Fisteln unterteilt. In der Regel beginnt die chirurgische Therapie mit der Fadendrainageneinlage. Voraus­setzung für den Einsatz weiterer chirurgischer Reparaturoptionen ist das Erreichen einer mukosalen Remission. In der Folge kann dann eine einfache Fadendrainagenentfernung erfolgen oder es werden unterschiedliche Operationsverfahren zum definitiven Verschluss eingesetzt. Zur Beurteilung der Erfolgsraten liegen nur wenige höherwertige oder vergleichende Studien mit längeren Nachbeobachtungszeiten vor, entsprechend variieren die Fistel-Verschlussraten zwischen 20 und 90%. Am häufigsten scheinen mittlerweile das Flap- und das LIFT- (Ligatur des intersphinkteren Fisteltrakts-)Verfahren eingesetzt zu werden, wobei diese ungefähr gleich effektiv sind. Die Stammzelltherapie ist eine neue Option, die den Sphinkter nur wenig tangiert, aber hohe Kosten bedingt. In speziellen Situationen kommen verschiedene plastische Verfahren (Gracilisplastik, Martiusplastik) und auch die Durchzugsoperation in Frage. Eine Stoma­anlage sollte bei Rezidiven und bei ausgeprägten Befunden erwogen werden, als Ultima ratio wird bei wenigen Patienten eine Proktektomie notwendig werden.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Theresien- und Diakonissenkrankenhaus, Mannheim

Adresse

Prof. Dr. Peter Kienle
Theresien- und Diakonissenkrankenhaus
Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Email: [email protected]

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Citation

P. Kienle.Analfisteln bei Morbus Crohn. 2022; 40: 97-103. doi: 10.5414/VDX01154.

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