Allergologie, Jahrgang 44 (2021) - Dezember (943 - 956)

Nicht medikamentöse Maßnahmen zur Vermeidung allergischer Symptome bei der Pollenallergie – eine kritische Übersicht
K.-C. Bergmann1, 2, M. Berger3, L. Klimek4, O. Pfaar5, B. Werchan6, M. Werchan6, T. Zuberbier2
1 Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, Allergologie und Immunologie, Berlin, 2 Charité, Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergie, Berlin, 3 Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, 4 Zentrum für Rhinologie und Allergologie,
Wiesbaden, 5 Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität
Marburg, Marburg, 6 Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID), Berlin

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DOI 10.5414/ALX02294

Abstrakt

Die allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) ist die häufigste chronische Erkrankung in allen Industrienationen. Ihre Therapie besteht im Wesentlichen in der Anwendung anti-allergischer und anti-entzündlicher Medikamente, die zumeist einen guten und schnellen Effekt zeigen. Mit der allergenspezifischen Immuntherapie besteht darüber hinaus eine kausale Möglichkeit der Toleranzinduktion. Gegenwärtig besteht eine erhebliche Unterversorgung, da Betroffene die Symptome trivialisieren und öfter auch Bedenken gegen eine medikamentöse Dauertherapie haben. Es besteht ein hohes Interesse, auch nicht medikamentöse Maßnahmen zur Vorbeugung und/oder Linderung der allergischen Symptome zu verwenden in der Annahme, dass diese frei von Nebenwirkungen zu seien. In dieser Publikation stellen wir nicht medikamentöse Methoden vor, zu denen klinische Studien in der Literatur vorliegen. Die Methoden haben eine unterschiedlich gute Wirksamkeit. Eine evidenzbasierte vergleichende Einschätzung zwischen den Methoden ist nicht möglich. Ebenfalls liegen kaum Studien im Vergleich zur medikamentösen Standardtherapie vor. Eine Vielzahl der Interventionen besteht in einer Allergenreduktion, wie zum Beispiel durch Luftfilter, oder einer Reinigung der Schleimhäute durch Nasenspülungen etc., die allesamt keinesfalls als Ersatz, sondern als Ergänzung zur medikamentösen Therapie gesehen werden sollten.


Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:

PubMedCentral

Allergologie select

Zitierung:
Bergmann K-C, Berger M, Klimek L, Pfaar O, Werchan B, Werchan M, Zuberbier T. Nonpharmacological measures to prevent allergic symptoms in pollen allergy: A critical review. Allergol Select.; 5: 349-360. DOI 10.5414/ ALX02294E

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, Allergologie und Immunologie, Berlin,
  • 2 Charité, Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergie, Berlin,
  • 3 Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universität Wien, Österreich,
  • 4 Zentrum für Rhinologie und Allergologie,
    Wiesbaden,
  • 5 Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität
    Marburg, Marburg,
  • 6 Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID), Berlin

Adresse

Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann
Charité, Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergie Luisenstraße 2
10117 Berlin
Email: [email protected]

Citation

K.-C. Bergmann, M. Berger, L. Klimek, O. Pfaar, B. Werchan, M. Werchan und T. Zuberbier.Nicht medikamentöse Maßnahmen zur Vermeidung allergischer Symptome bei der Pollenallergie – eine kritische Übersicht. 2021; 44: 943-956. doi: 10.5414/ALX02294.

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