Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 47 (2021) - Oktober (481 - 491)

Chronobiologie, Fatigue und gestörter Schlaf bei Krebserkrankungen – Systematisches Review
A. Büttner-Teleagă1, 2, Y.-T. Kim3, K. Richter4, 5, 6
1 Institut für Kognitive Wissenschaft, Woosuk-Universität, Samnye-up, Wanju-gun, Jeollabuk-do, Südkorea, 2 Fachbereich für Psychiatrie, Universität Witten-Herdecke, Witten, 3 Fachbereich für Sonderpädagogik, Woosuk Universität, Samnye-up, Wanju-gun, Jeollabuk-do, Südkorea, 4 Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Paracelsus Medizinische Universität Nürnberg, Nürnberg, 5 Fakultät für Soziale Arbeit, Technische Universität Nürnberg Georg Simon Ohm, Nürnberg, 6 Fakultät für medizinische Wissenschaften, Universität Goce Delcev Stip, Shtip, Mazedonien

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DOI 10.5414/ATX02589

Abstrakt

Einführung: Schlafstörungen bzw. gestörter Schlaf sowie Tumorbezogene Fatigue (CrF) sind bei verschiedenen Krebs­arten sehr häufig, ihre Prävalenz und Inzidenz sind jedoch nicht bekannt. Sowohl gestörter Schlaf als auch Fatigue haben die verschiedensten Ursachen und treten normalerweise als komorbide Störung bei verschiedenen somatischen und psychiatrischen Diagnosen, psychischen Störungen und Behandlungsmethoden auf. Für den gestörten Schlaf und die tumorbezogene Fatigue kann es viele verschiedene Prädiktoren geben, wie z. B. bereits bestehende Insomnien, die durch den psychischen Status bei Krebs und/oder als Nebenwirkung der Krebsbehandlung verursacht werden. Es sind aber auch chronobiologische Aspekte zu berücksichtigen.
Material und Methoden: Eine systematische Literatur­recherche bzgl. Chronobiologie, Schlaf, gestörter Schlaf und Tumorbezogene Fatigue bei Krebspatienten wurde durchgeführt und 1.856 Studien ausgewertet. Die Artikel wurden über PubMed, PsycInfo und Web of Knowledge identifiziert. Insgesamt wurden 36 Veröffentlichungen in die Analyse einbezogen.
Ergebnisse: Insgesamt wurden sechsunddreißig Studien zum Thema Schlaf/Chronobiologie und Fatigue bei Krebs; fünfundzwanzig von ihnen zum Thema „Schlaf und tumorbezogene Fatigue“ sowie elf von ihnen zum Thema „Chronobiologie und tumorbezogene Fatigue“ analysiert. Die Prävalenz von Schlafstörungen allgemein betrug bei onkologischen Erkrankungen bis zu 95%.
Diskussion: Unsere Review ergab, dass gestörter Schlaf bei Krebspatienten aus sehr unterschiedlichen Gründen vorhergesagt werden kann. Nebenwirkungen der Krebsbehandlung und krebsbedingte psychische Störungen können bei diesen Patienten Schlafstörungen, insbesondere Insomnie, und Tumorbezogene Fatigue, auslösen. Eine personalisierte Krebsbehandlung wäre erforderlich, um den geistigen und/oder körperlichen Zustand dieser Patienten zu verbessern.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Institut für Kognitive Wissenschaft, Woosuk-Universität, Samnye-up, Wanju-gun, Jeollabuk-do, Südkorea,
  • 2 Fachbereich für Psychiatrie, Universität Witten-Herdecke, Witten,
  • 3 Fachbereich für Sonderpädagogik, Woosuk Universität, Samnye-up, Wanju-gun, Jeollabuk-do, Südkorea,
  • 4 Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Paracelsus Medizinische Universität Nürnberg, Nürnberg,
  • 5 Fakultät für Soziale Arbeit, Technische Universität Nürnberg Georg Simon Ohm, Nürnberg,
  • 6 Fakultät für medizinische Wissenschaften, Universität Goce Delcev Stip, Shtip, Mazedonien

Adresse

Prof. Dr. Antje Büttner-Teleagă
Institut für kognitive Wissenschaft
Woosuk-Universität
443 Samnye-ro, Samnye-up, Wanju-gun,
Jeollabuk-do 565-701, Südkorea
Email: [email protected]

Citation

A. Büttner-Teleagă, Y.-T. Kim und K. Richter.Chronobiologie, Fatigue und gestörter Schlaf bei Krebserkrankungen – Systematisches Review. 2021; 47: 481-491. doi: 10.5414/ATX02589.

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