Ist die Zeit reif für die Einführung der Telemedizin bei OSA? C. Franke Facharztzentrum Sonneberg-Coburg üBAG, Sonneberg
DOI 10.5414/ATX02471
Abstrakt
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist eine chronische Erkrankung, die mit einer signifikanten, hauptsächlich kardiometabolischen Morbidität und Mortalität assoziiert ist. Die konsequente Anwendung des kontinuierlichen positiven Atemwegsdrucks (CPAP) stellt nach wie vor die größte Herausforderung bei der Behandlung von OSA dar. Der Teleschlafmedizin und vor allem dem patientenzentrierten Telemonitoring werden ein hohes Potenzial zur Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung zugemessen. Telemonitoring, Telemedizin und mobile Gesundheitsapplikationen im Bereich der Schlafmedizin wiesen in den letzten Jahren einen rasanten Entwicklungsprozess auf. Der nachfolgende Artikel erörtert die möglichen Ziele und Chancen telemedizinischer Anwendungen bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA), insbesondere mit Blick auf die mögliche Verbesserung des Krankheitsmanagements, der Therapieadhärenz und der patientenindividuellen Lebensqualität. Neben der Gegenüberstellung provider- versus patientenfokussierter Anwendungen werden Aspekte der gesellschaftlichen und berufspolitischen Dimensionen und der möglichen Bedenken gegenüber telemedizinischen Anwendungen in der Schlafmedizin angesprochen.
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