Lebendnierenspende – eine besondere Kasuistik? G. Stein1, T. Steiner2 1 Klinikum FSU Jena, 2 Klinik für Urologie, Heliosklinikum Erfurt
DOI 10.5414/NHX02065
Abstrakt
Die Nierenlebendtransplantation hat einen festen Platz in der Behandlung terminal niereninsuffizienter Patienten erhalten, weil durch sie die Lebenszeit und -qualität des Empfängers wesentlich verbessert wird und das Risiko für den Spender vertretbar ist. Deshalb sollte die Möglichkeit dieses Organersatzes von den Nephrologen aktiver angesprochen werden. Unter den Kontraindikationen bei der Auswahl des Lebendspenders wird das Alter nur am Rande thematisiert. Die hier dargestellte Kasuistik einer 2. Nierenlebendtransplantation eines 55-jährigen, wieder dialysepflichtigen Patienten durch seinen hoch motivierten 83 Jahre alten Vater – beiden geht es 16 Jahre danach recht gut – soll darauf hinweisen, dass das kalendarische Alter des Spenders angehoben werden kann, wenn unter strengen Kautelen das biologische Alter sowie die Chancen und das Risiko bewertet werden.
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