Exogen-allergische Alveolitis durch Schimmelpilze
H. Schweisfurth
Pulmologisches Forschungsinstitut (IPR), Cottbus
DOI 10.5414/ATX02345
Abstrakt
Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eine seltene komplexe Lungenerkrankung, die durch das Immunsystem vermittelt und durch Inhalieren von Antigenen ausgelöst wird. Die häufigsten Antigene, die weltweit die EAA verursachen, sind Proteine und Bakterien. Allerdings sind immer häufiger Schimmelpilze für eine EAA verantwortlich, die in energetisch sanierten Gebäuden bei mangelhafter Lüftung auftreten. Da die EAA bei anhaltender Exposition fortschreiten kann, sind oft kostenintensive bautechnische Maßnahmen zur Vermeidung von Schimmelpilzexpositionen notwendig. Die Diagnose und Abgrenzung gegenüber anderen interstitiellen Lungenerkrankungen ist schwierig, da kein spezifischer Test zur Verfügung steht. Daher ist eine Kombination von Symptomen, Lungenfunktionstests, Laboruntersuchungen, bildgebenden Verfahren und Biopsien für eine genaue Diagnose, insbesondere zur Feststellung einer Berufskrankheit, erforderlich. Die Erkrankung kann akut/subakut oder chronisch verlaufen und in eine interstitielle Fibrose mit emphysematösen Veränderungen münden. Als Therapie werden neben der Allergenkarenz orale Steroide empfohlen. Bei der chronischen Verlaufsform der EAA können Immunsuppressiva bei Reduzierung der Steroide hinzugegeben werden.
Autoreninformation
Autoren
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- Pulmologisches Forschungsinstitut (IPR), Cottbus
Adresse
Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth
Pulmologisches Forschungsinstitut (IPR)
03044 Cottbus
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Citation
H. Schweisfurth.Exogen-allergische Alveolitis durch Schimmelpilze. 2018; 44: 571-584. doi: 10.5414/ATX02345.