Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44 (2018) - Mai (235 - 242)

Neuronale Verarbeitung der Luftnot bei COPD
A. von Leupoldt
Health Psychology, University of Leuven, Belgium

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DOI 10.5414/ATX02280

Abstrakt

Nicht allein die Wahrnehmung, sondern bereits die ängstliche Antizipation von Luftnot kann einen Circulus vitiosus der Luftnot bei COPD initiieren via Vermeidungsverhalten, Dekonditionierung und stetig zunehmender Luftnot. Die hierbei ablaufenden Hirnprozesse sind allerdings kaum verstanden. Erste, bislang erhältliche Studien demonstrieren, dass COPD-Patienten während der Wahrnehmung von Luftnot Aktivierungen in sensomotorischen wie auch affektiv-kognitiven Hirnarealen zeigen. Diese scheinen weitgehend vergleichbar mit den Aktivierungsmustern in lungengesunden Probanden, und nur bei Subgruppen von Patienten ergeben sich Unterschiede. Während der Antizipation von Luftnot zeigen sich allerdings verstärkte Aktivierungen bei COPD-Patienten in affektiv- kognitiven Hirnarealen. Diese sind zudem mit klinisch relevanten Outcomes assoziiert, zum Beispiel mit Angst, Luftnot, reduzierter Belastungskapazität und Lebensqualität. Diese neuronalen Befunde deuten an, dass Patienten mit COPD eine verstärkte angstbesetzte Antizipation von Luftnot aufweisen. Dies könnte sich nachteilig auf den Krankheitsverlauf auswirken und sollte in der Behandlung berücksichtigt werden.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Health Psychology, University of Leuven, Belgium

Adresse

Prof. Dr. Andreas von Leupoldt
Health Psychology
University of Leuven
Tiensestraat 102
3000 Leuven, Belgium
Email: [email protected]

Citation

A. von Leupoldt.Neuronale Verarbeitung der Luftnot bei COPD. 2018; 44: 235-242. doi: 10.5414/ATX02280.

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