Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43 (2017) - Oktober (451 - 455)

Epidemiologie von Schlafstörungen bei Frauen
L. Rausch1, S. Pramsohler1, N.C. Netzer1, 2, 3
1 Hermann-Buhl-Institut für Hypoxie- und Schlafmedizinforschung, Bad Aibling, 2 Abteilung für Sportmedizin und Rehabilitation, Medizinische Klinik II, Universitätsklinik Ulm, 3 Institut für Sportwissenschaft, Universität Innsbruck, Österreich

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DOI 10.5414/ATX02276

Abstrakt

Jeder 10. Erwerbstätige in Deutschland leidet an einer Insomnie. Frauen berichten dabei über Symptome wie ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Narkolepsie, Ein- und Durchschlafstörungen und morgendliche Kopfschmerzen. Im Gegensatz dazu geben Männer vermehrt an, dass sie schnarchen. Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) wird bei 11% der Männer und 4% der Frauen im mittleren und höheren Lebensalter diagnostiziert. Der große geschlechtliche Unterschied wird mit einer hohen weiblichen Dunkelziffer an SAS Patientinnen begründet, da sich Frauen zu dem negativen Stigma des Schnarchens weniger bekennen als Männer. Dabei ist das Risiko einer schlafbezogenen Atmungsstörung bei postmenopausalen Frauen höher als bei prämenopausalen Frauen. Dafür verantwortlich sind unterschiedliche respirationsstimulierende Effekte des Hormonhaushalts, zum Beispiel niedrigere Progesteron-Spiegel bei Frauen im postmenopausalen Alter. Außerdem berichten 74,5% der Frauen mit starken Schnarch-Problemen oder Schlafapnoe über eine Einschränkung der Lebensqualität. Dies wirkt sich bei 67% der Frauen auch auf die Leistungsfähigkeit im Beruf aus.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Hermann-Buhl-Institut für Hypoxie- und Schlafmedizinforschung, Bad Aibling,
  • 2 Abteilung für Sportmedizin und Rehabilitation, Medizinische Klinik II, Universitätsklinik Ulm,
  • 3 Institut für Sportwissenschaft, Universität Innsbruck, Österreich

Adresse

Linda Rausch MSc. Sportwiss.
Hermann-Buhl-Institut für Hypoxie- und Schlafmedizinforschung
Ghersburgstraße 9
83043 Bad Aibling
Email: [email protected]

Citation

L. Rausch, S. Pramsohler und N.C. Netzer.Epidemiologie von Schlafstörungen bei Frauen. 2017; 43: 451-455. doi: 10.5414/ATX02276.

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