Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43 (2017) - September (426 - 435)

Standardimpfungen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland
P. Freisinger
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Perinatal- und Stoffwechselzentrum, Klinikum am Steinenberg/Ermstalklinik, Reutlingen

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DOI 10.5414/ATX02257

Abstrakt

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt im Kindes- und Jugendalter Impfungen gegen insgesamt 14 infektiöse Krankheiten. Dabei erfolgt eine strenge Abwägung zwischen Nutzen und potenziellem Risiko. Es kommen sowohl Lebend- als auch Totimpfstoffe, meist als Kombinationsimpfstoffe, zum Einsatz. Nebenwirkungen der Impfungen sind ganz überwiegend lokaler Art, schwere systemische Nebenwirkungen sind extrem selten. Echte Kontraindikationen für Impfungen wie Immundefekte bei Lebendimpfungen sind absolute Ausnahmen. Die früheste Impfung beginnt im Alter von 6 Wochen (Rotaviren), die späteste im Alter von 9 – 14 Jahren (HPV– humanes Papilloma- Virus, nur bei Mädchen). Entscheidend für die Wirksamkeit der Impfungen sind die Vollständigkeit des Impfzyklus und die Beachtung des richtigen Abstands zwischen den Impfungen. Als Grundlage hierfür gilt der „Impfkalender“, der von der STIKO regelmäßig aktualisiert wird. Zu beachten ist, dass ein Rückgang der Impfungen, z.B. durch Impfskepsis, zu regionalen Ausbrüchen führte und führen kann.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Perinatal- und Stoffwechselzentrum, Klinikum am Steinenberg/Ermstalklinik, Reutlingen

Adresse

Prof. Dr. med. Peter Freisinger
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Perinatal- und Stoffwechselzentrum
Klinikum am Steinenberg/Ermstalklinik
Steinenbergstraße 31
72764 Reutlingen
Email: [email protected]

Citation

P. Freisinger.Standardimpfungen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland. 2017; 43: 426-435. doi: 10.5414/ATX02257.

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