Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43 (2017) - Juni (263 - 266)

Auswirkungen des Tabakrauchens auf pulmonale Infektionen
H. Worth
Facharztforum Fürth

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DOI 10.5414/ATX02172

Abstrakt

Durch die Inhalation von Zigarettenrauch werden strukturelle Lungenveränderungen und eine Beeinträchtigung des Immunsystems ausgelöst, die Auftreten, Dauer und Ansprechen auf die Therapie bei pulmonalen Infektionen beeinflussen. So ist das Rauchen einer der wichtigsten Risikofaktoren für das Auftreten ambulant erworbener Pneumonien. Das Risiko, an einer Pneumokokkenpneumonie zu erkranken, nimmt mit steigendem Zigarettenkonsum zu und sinkt wieder nach Aufgabe des Tabakkonsums. Auch für gramnegative Erreger und für die Influenza lassen sich Störungen der Erregerabwehr als Ursache eines schwereren Verlaufs der Infektionen nachweisen. Bei der Tbc führt chronischer Tabakkonsum zu einer gegenüber Nichtrauchern erhöhten Sterblichkeit sowie zu einem schlechteren Ansprechen der Therapie. Tierexperimentelle Nachweise von Störungen der Endothelfunktion und der Clearance von Bakterien und Viren durch die Inhalation des Dampfs und von Nikotin der E-Zigarette lassen erwarten, dass die Nutzung der E-Zigarette ebenfalls mit einem erhöhten Infektionsrisiko einhergeht. Bei Rauchern sind zur Reduktion des Infektionsrisikos neben der Raucherentwöhnung Schutzimpfungen gegen Influenza und Pneumokokken zu empfehlen.

*Vortrag im Rahmen des 48. Bad Reichenhaller Kolloquiums 2016.

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  • Facharztforum Fürth

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Prof. Dr. H. Worth
Wolfsleithe 1
90556 Cadolzburg
Email: [email protected]

Citation

H. Worth.Auswirkungen des Tabakrauchens auf pulmonale Infektionen. 2017; 43: 263-266. doi: 10.5414/ATX02172.

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