Allergien auf Meerestiere
A. Kuehn1, H. Dickel2
1 Department of Infection and Immunity, Luxembourg Institute of Health, Luxembourg, 2 Abteilung Dermatologie, Venereologie and Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitsklinik der Ruhr-Universität Bochum
DOI 10.5414/ALX01843
Abstrakt
Fisch und Meeresfrüchte werden weltweit häufig konsumiert. Diese Nahrungsmittel sind allerdings auch bedeutende Auslöser von Nahrungsmittelallergien, die meist ein Leben lang bestehen bleiben. Bei Aufnahme der allergieauslösenden Proteine (Verzehr, Hautkontakt, Inhalation) können milde, gemäßigte Symptome bis zu lebensbedrohliche Anaphylaxien auftreten. Klinische Kreuzreaktionen zwischen Fischen und Meeresfrüchten sind nicht bekannt. Allerdings entwickeln Fischallergiker oftmals Symptome bei der Aufnahme einer Vielzahl von Fischarten. Ebenso reagieren auf Meeresfrüchte sensibilisierte Patienten meist nicht auf eine einzelne Art, sondern auf verschiedene Krusten- und Weichtiere. Bei Fischallergien sind die Allergene Parvalbumin, Enolase und Aldolase in erster Linie von Bedeutung. Bei Allergien auf Meeresfrüchte wurden Tropomyosin, Argininkinase, sarkoplasmatisches, kalziumbindendes Protein und leichte Myosinkette als wichtige, hitzestabile Allergene beschrieben. Dieser Übersichtsartikel stellt zusammenfassend die Allergene, Charakteristiken und Diagnostik zu Allergien auf Fische und auf Meeresfrüchte sowie Perspektiven zur Diagnostik und Therapie dar.
Autoreninformation
Autoren
Abteilungen
- 1 Department of Infection and Immunity, Luxembourg Institute of Health, Luxembourg,
- 2 Abteilung Dermatologie, Venereologie and Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Adresse
Dr. rer.nat. Annette Kuehn
Department of Infection and Immunity
Luxembourg Institute of Health
29, rue Henri Koch
4354 Esch-sur-Alzette, Luxembourg
Email:
[email protected]
Citation
A. Kuehn und H. Dickel.Allergien auf Meerestiere. 2016; 39: 274-284. doi: 10.5414/ALX01843.