Verdauungskrankheiten, Jahrgang 33 - März/April (97 - 101)

Stuhlinkontinenz
C. Pehl
Krankenhaus Vilsbiburg, Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum, LaKuMed Kliniken, Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München

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DOI 10.5414/VDX00870

Abstrakt

Die Stuhlinkontinenz ist ein häufiges Problem insbesondere des alternden Menschen mit vielfältigen negativen sozialen und medizinischen Auswirkungen. Durch geeignete diagnostische Verfahren lässt sich bei vielen Betroffenen die Ursache der Stuhlinkontinenz aufdecken. Die Basisdiagnostik umfasst hierbei die Anamnese, die digitale Untersuchung und die Proktoskopie. Zur Spezialdiagnostik zählen die anorektale Manometrie, die Endosonografie und das EMG des M sphincter ani externus. Durch gezielte Therapiemaßnahmen und -algorithmen kann vielfach eine Besserung der Beschwerden bis hin zur kompletten Kontinenz erreicht werden. Die konservativen Therapiemaßnahmen beinhalten hygienische Maßnahmen, medikamentöse Therapieverfahren, Stimulationsverfahren (anale Elektrostimulation, Tibialis-Stimulation) sowie übende Therapien (Beckenbodengymnastik, Biofeedback). Die operativen Optionen reichen von Repair-Operationen (z.B. direkte Defektnaht) über die Implantation eines sakralen Schrittmachers bis hin zu Ersatz-Operationen wie der dynamischen Gracilisplastik und dem Einbau eines Neosphinkters.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Krankenhaus Vilsbiburg, Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum, LaKuMed Kliniken, Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München

Adresse

Prof. Dr. Christian Pehl
Krankenhaus Vilsbiburg
Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum
LaKuMed Kliniken
Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München
Krankenhausstraße 2
D–84137 Vilsbiburg
Email: [email protected]

Citation

C. Pehl.Stuhlinkontinenz. 2015; 33: 97-101. doi: 10.5414/VDX00870.

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