Verdauungskrankheiten, Jahrgang 33 - März/April (64 - 67)

Konservative Behandlung des Hämorrhoidalleidens
J. Willert
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Bergmannsheil, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum GmbH, Bochum

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DOI 10.5414/VDX00865

Abstrakt

Fast 80% der Patienten mit einem Hämorrhoidalleiden können durch nichtoperative Maßnahmen ausreichend wirksam behandelt werden. Kausaltherapeutisch kommen stuhlregulierende Maßnahmen zum Einsatz. Zur symptomatischen Therapie stehen Proktologika zur kurzfristigen Anwendung zur Verfügung. Zeigen diese Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg, werden interventionelle Methoden wie die Sklerosierung oder Ligatur angewendet. Unter evidenzbasiertem Aspekt sollte insbesondere in den Stadien 2 und 3 die Ligatur eingesetzt werden. Im Stadium 1 ist individuell zu entscheiden. Bei hohem Leidensdruck ist aufgrund der nachweislich höheren Wirksamkeit ebenfalls eher die Ligatur zu bevorzugen. Eine streng indizierte begleitende Dauerantikoagulation spricht dagegen für den alternativen Einsatz der Sklerosierung. Alle konservativen Maßnahmen, richtig angewandt, sind einfach und sicher ambulant einsetzbar und werden somit dem grundsätzlich gutartigen Charakter der Erkrankung gerecht.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Bergmannsheil, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum GmbH, Bochum

Adresse

Dr. J. Willert
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie
Bergmannsheil, Berufsgenossenschaftliches
Universitätsklinikum GmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
D–44789 Bochum
Email: [email protected]

Citation

J. Willert.Konservative Behandlung des Hämorrhoidalleidens. 2015; 33: 64-67. doi: 10.5414/VDX00865.

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