Verdauungskrankheiten, Jahrgang 32 - Mai/Juni (115 - 126)

FODMAPs, Flatulenz und funktionelle Darmerkrankungen
O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis, Mainz

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DOI 10.5414/VDX00831

Abstrakt

Unter dem Akronym FODMAP werden fermentierbare Oligosaccharide (kurzkettige Kohlenhydrate wie Frukto- und Galakto- Oligosaccharide (FOS und GOS), das Disaccharid Laktose, das Monosaccharid Fruktose and Zuckeralkohole/Polyole verstanden. Im FODMAP-Konzept werden die physiologischen Effekte zahlreicher pflanzlicher Nahrungsbestandteile, die Oligosaccharide wie Fruktane oder Galaktane enthalten, mit den Effekten nicht resorbierter Disaccharide (wie Laktose bei Laktasemangel) und Monosaccharide (Fruktose bei Fruktosemalabsorption) in einer pathophysiologischen Hypothese zur Entstehung von abdominellen Symptomen integriert. Das FODMAP-Konzept ermöglicht einen umfassenderen diätetischen Ansatz in der Therapie von Patienten mit Reizdarm-Beschwerden. Aufgrund zwischenzeitlich vorliegender retrospektiver Studien zur Behandlung von Reizdarm- Patienten mit FODMAP-armer Ernährung, einer prospektiven Studie und einer aktuellen doppelblinden plazebokontrollierten prospektiven Cross-Over-Studie kann die FODMAP- arme Ernährung als evidenzbasierte First-line-Therapie in der Behandlung von RDS-Patienten gelten.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis, Mainz

Adresse

Prof. Dr. med. O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis
Wallstraße 3 – 5
D–55122 Mainz
Email: [email protected]

Citation

O. Leiß.FODMAPs, Flatulenz und funktionelle Darmerkrankungen. 2014; 32: 115-126. doi: 10.5414/VDX00831.

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