Verdauungskrankheiten, Jahrgang 31 - Januar/Februar (18 - 23)

Stenosedilatation bei Morbus Crohn
F. Freyburger1, G. Arling2, J.C. Hoffmann1
1 Medizinische Klinik I, St. Marienkrankenhaus, Ludwigshafen, 2 Gastroenterologische Praxis, Ludwigshafen

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DOI 10.5414/VDX00760

Abstrakt

Der Morbus Crohn ist gekennzeichnet durch gastrointestinale Entzündungen, Stenosen und/oder Fisteln. Obwohl Stenosen nur etwa ein Drittel aller Crohn-Patienten betreffen, haben diese Patienten oft komplizierte Verläufe und stellen eine interdisziplinäre Herausforderung dar. Die Diagnostik dient zur Differenzierung von Entzündungs-, Tumor-, komplexer Stenose (mit Fisteln) und narbiger Stenose. Bei Verdacht auf einen Tumor oder bei einer komplexen Stenose sollte – wann immer möglich – operiert werden. Entzündliche Stenosen werden in der Regel medikamentös behandelt. Strikturen können entweder endoskopisch dilatiert, operativ reseziert oder mit einer Strikturoplastik versorgt werden. Während ein operatives Vorgehen meist zu einer längeren Remission führt, ist eine Dilatation kostengünstiger und komplikationsärmer. Voraussetzung für eine Dilatation ist das Fehlen von Fisteln und eine Länge unter 10 cm (besser < 5 cm). Hauptkomplikation der endoskopischen Dilatation ist die Perforation, die im Durchschnitt in knapp 4% der Dilatationen auftritt. Transfusionspflichtige Blutungen sind sehr selten.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Medizinische Klinik I, St. Marienkrankenhaus, Ludwigshafen,
  • 2 Gastroenterologische Praxis, Ludwigshafen

Adresse

Prof. Dr. med. J.C. Hoffmann
Medizinische Klinik I
St. Marienkrankenhaus
Salzburger Straße 15
D–67067 Ludwigshafen
Email: [email protected]

Citation

F. Freyburger, G. Arling und J.C. Hoffmann.Stenosedilatation bei Morbus Crohn. 2013; 31: 18-23. doi: 10.5414/VDX00760.

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