Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 25 - 1. Quartal (25 - 29)

Doping 2012 – aktuelle Befragung hessischer SportmedizinerInnen zur Erfahrung mit Doping
C. Raschka, R. Ziegler, W. Grebe, N. Vennemann, S. Schmidt-Saloff, I. Tusk
Sportärzteverband Hessen e.V., Frankfurt am Main

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DOI 10.5414/PRX00441

Abstrakt

In der Herausgabe eines eigenen Anti- Doping-Buchs im Jahre 2011 sieht der Sportärzteverband Hessen e.V. einen wichtigen inhaltlichen Beitrag im stets aktuellen Anti-Doping-Kampf. Gleichzeitig soll so die bundesweite Anti-Doping-Initiative auf Verbandsebene nachhaltig und qualifiziert unterstützt werden. Entsprechend wurde das Mehr-Autorenwerk den Mitgliedern des Sportärzteverbands Hessen e.V. sowie allen lizenzierten sportmedizinischen Untersuchungsstellen des Landessportbunds Hessen e.V. kostenlos zur Verfügung gestellt. Die vorliegende Studie untersucht mittels eines einseitigen Fragebogens mit 9 Items Erfahrungswerte hessischer Sportmediziner mit der Doping-Problematik auf Landesebene und eruiert zusätzlich die Akzeptanz des zur Verfügung gestellten Printprodukts. Von 764 angeschriebenen Mitgliedern des Sportärzteverbands Hessen e.V. retournierten 68 (8,9%) den ausgefüllten Fragebogen (postalisch, per Fax oder per E-Mail). 54% der hessischen Sportmediziner betreuten Leistungssportler. Dezidiert auf das Thema Doping angesprochen wurden 72% der Befragten, bei 23,5% waren es ausschließlich Leistungssportler. Primär ging es dabei um reine Information über Doping im Allgemeinen sowie um Nahrungsergänzungsmittel, gefolgt von Fragen nach Nebenwirkungen und der Liste der verbotenen Substanzen. Sportartbezogen dominierte das Bodybuilding mit 39,7% Nennungen, gefolgt vom Marathonlauf (14,7%). In absteigender Reihenfolge lag das Interesse der Sportler bei Anabolika (44,1%), Beta-2-Sympathomimetika (17,6%), Stimulanzien (16,2%), Erythropoietin (14,7%), Clenbuterol und Wachstumshormon (jeweils 13,2%). Als effizienteste Doping-Präventionsmaßnahme gilt nach Ansicht der Mehrheit der Befragten eine Fortführung des Doping-Verbots (73,5%), gefolgt von verschärften Kontrollen (55,9%) und Aufklärungsmaßnahmen (17,6%). Außenseiterpositionen wie generelle Freigabe oder die Freigabe unter ärztlicher Aufsicht wurden glücklicherweise nur von jeweils einem Befragten (1,5%) vertreten. 60,3% der hessischen Sportmediziner sahen sich ausreichend über Doping informiert. Eine bemerkenswert hohe Akzeptanz ergab sich für das zugesandte Anti-Doping- Buch, von dem sich 70,6% einen Nutzen für die Praxis erwarteten.

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Autoren

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  • Sportärzteverband Hessen e.V., Frankfurt am Main

Adresse

Sportärzteverband Hessen e.V.
Sekretariat
Klinik Rotes Kreuz
Königswarterstraße 16
D–60316 Frankfurt am Main
Email: [email protected]

Citation

C. Raschka, R. Ziegler, W. Grebe, N. Vennemann, S. Schmidt-Saloff und I. Tusk.Doping 2012 – aktuelle Befragung hessischer SportmedizinerInnen zur Erfahrung mit Doping. 2013; 25: 25-29. doi: 10.5414/PRX00441.

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