Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 24 - 3. Quartal (110 - 120)

Evidenzbasiertes Konzept zur Nachsorge für Kinder und Jugendliche mit Adipositas nach ambulanter oder stationärer Rehabilitation
R. Stachow1, B. Sievers-Böckel2, A. Büssenschütt3, A. Gahler4, B. Daas5, V. Faustin6, J. Möttig7, R. Jaeschke8, A. Baudach9, K. Stübing10, I. Eggers11, G. Ramos12, K. Bremer13, K. Heber14, A. von Egmond-Fröhlich15, S. Wiegand16, T. Lob-Corzilius17, I. Gellhaus18
1 Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche der DRV Nord, Westerland, 2 Confirma – Beratung, Training, Paderborn, 3 ZABS – Zentrum für Adipositasschulung Bremen- Stadt,Bremen, 4 Zentrale für Ernährungsberatung e.V., Hamburg, 5 Fördekids durch Dick und Dünn, Kiel, 6 Adipositas Ambulanz, Göttingen, 7 Kinderrehaklinik „Am Nicolausholz“, Bad Kösen, 8 Waldburg-Zeil-Kliniken, Fachkiniken Wangen, Wangen, 9 Charlottenhall Rehabilitations- und Vorsorgekliniken, Bad Salzungen, 1  0 Weiterbildungszentrum Euregio Bodensee, Scheidegg, 1  1 Ostsee Kurklinik Fischland GmbH, Wustrow, 1  2 Netzwerk NAchsorge (NeNa e.V.), Berlin, 1  3 Fachklinik Prinzregent Luitpold, Scheidegg, 1  4 CJD-Garz, Garz/Rügen, 1  5 SMZ Ost – Donauspital, Abteilung für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Wien, 1  6 Interdisziplinäres SPZ Charité, Berlin, 1  7 Christliches Kinderhospital, Osnabrück und 1  8 St. Vincenz Krankenhaus, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Paderborn

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DOI 10.5414/PRX00428

Abstrakt

Zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von ambulanten oder stationären Rehabilitationsverfahren bei Adipositas im Kindes- und Jugendalter wurde von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Konsensusgruppe Adipositasschulung (KgAS), unter Einbezug vorliegender Studien und eigener Erfahrungen, ein auf den Qualitätskriterien der KgAS und der AGA (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter) basierendes Konzept zur ambulanten Nachsorge entwickelt. Die Indikation zur Nachsorge soll aus Kosten- und Effektivitätsgründen individuell erfolgen, insbesondere dann, wenn ein nachhaltiger Erfolg der primären Schulungsmaßnahme gefährdet erscheint. Von der Rehabilitationseinrichtung wird dann, gegebenenfalls mit Unterstützung von überregionalen Netzwerken, die Nachsorge angebahnt, die von einem wohnortnahen Case-Manager im Anschluss koordiniert wird. Der modulare Aufbau des Programms erlaubt einen flexiblen und bedarfsorientierten Einsatz und berücksichtigt wesentliche Inhalte der Adipositas- Schulung. 16 Module für die Teilnehmer und ihre Familien sowie 4 optionale Einheiten zur Adipositas-Elternschulung sind curricular beschrieben. Die Motivationsförderung zur Aufrechterhaltung der erwünschten Lebensstiländerung steht im Vordergrund. Auf Ressourcen und Hindernisse wird gleichermaßen eingegangen. Der Förderung einer gesteigerten körperlichen Aktivität kommt besondere Bedeutung zu. Auf die Notwendigkeit zur Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingungen wird hingewiesen.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche der DRV Nord, Westerland,
  • 2 Confirma – Beratung, Training, Paderborn,
  • 3 ZABS – Zentrum für Adipositasschulung Bremen- Stadt,Bremen,
  • 4 Zentrale für Ernährungsberatung e.V., Hamburg,
  • 5 Fördekids durch Dick und Dünn, Kiel,
  • 6 Adipositas Ambulanz, Göttingen,
  • 7 Kinderrehaklinik „Am Nicolausholz“, Bad Kösen,
  • 8 Waldburg-Zeil-Kliniken, Fachkiniken Wangen, Wangen,
  • 9 Charlottenhall Rehabilitations- und Vorsorgekliniken, Bad Salzungen,
  • 1 
  • 0 Weiterbildungszentrum Euregio Bodensee, Scheidegg,
  • 1 
  • 1 Ostsee Kurklinik Fischland GmbH, Wustrow,
  • 1 
  • 2 Netzwerk NAchsorge (NeNa e.V.), Berlin,
  • 1 
  • 3 Fachklinik Prinzregent Luitpold, Scheidegg,
  • 1 
  • 4 CJD-Garz, Garz/Rügen,
  • 1 
  • 5 SMZ Ost – Donauspital, Abteilung für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Wien,
  • 1 
  • 6 Interdisziplinäres SPZ Charité, Berlin,
  • 1 
  • 7 Christliches Kinderhospital, Osnabrück und
  • 1 
  • 8 St. Vincenz Krankenhaus, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Paderborn

Adresse

Dr. med. R. Stachow
Ärztlicher Direktor
Fachklinik Sylt der DRV Nord
Steinmannstraße 52 – 54
D–25980 Westerland
Email: [email protected]

Citation

R. Stachow, B. Sievers-Böckel, A. Büssenschütt, A. Gahler, B. Daas, V. Faustin, J. Möttig, R. Jaeschke, A. Baudach, K. Stübing, I. Eggers, G. Ramos, K. Bremer, K. Heber, A. von Egmond-Fröhlich, S. Wiegand, T. Lob-Corzilius und I. Gellhaus.Evidenzbasiertes Konzept zur Nachsorge für Kinder und Jugendliche mit Adipositas nach ambulanter oder stationärer Rehabilitation. 2012; 24: 110-120. doi: 10.5414/PRX00428.

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