Bedeutung des Flüssigkeitshaushalts im Sport
C. Raschka, S. Ruf
Institut für Sportwissenschaft, Fakultät für Humanwissenschaften der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
DOI 10.5414/PRX00623
Abstract
Der Flüssigkeitshaushalt spielt eine zentrale Rolle für die Leistungsfähigkeit, Konzentration und Regeneration von Athletinnen und Athleten. Die Körpermasse eines gesunden Mannes setzt sich zu 60% aus Wasser, jene einer erwachsenen Frau zu 50% aus Wasser zusammen. Während Untrainierte ca. 0,8 l Schweiß pro Stunde produzieren, beträgt die Schweißrate trainierter Athleten ca. 2 – 3 l/h. Der Puls steigt ab einem Körperwasserverlust von 5%. Doch schon ab einem Flüssigkeitsverlust über den Schweiß ab 2% des Gesamtkörperwassers, was etwa 0,9 bis 1,2 Litern entspricht, fällt die Leistung als erstes Körpersignal ab. Beim Elektrolytmangel spielt vor allem der Natriumverlust durch starkes Schwitzen eine besondere Rolle. Weil selbst bei gleicher Umgebungstemperatur die Schweißrate zwischen 0,5 und 1,7 l variieren kann, sollte man die wirkliche, individuelle Schweißmenge über den Wiege-Test feststellen. Zur raschen Wiederauffüllung des verlorenen Wassers wird für ein Sportlergetränk ein Salzgehalt von 1 bis 2 g Kochsalz pro Liter empfohlen. Allerdings schmecken Salzzugaben über 1,7 g NaCl pro Liter zu salzig. Für mehrstündige Belastungen sollte man Saftschorlen (3 Teile Wasser plus 1 Teil Saft) oder für hochintensive mehrstündige Belastungen isotone Getränke oder Saftschorlen (2 Teile Mineralwasser plus 1 Teil Saft) nutzen.
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- Institut für Sportwissenschaft, Fakultät für Humanwissenschaften der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
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Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss. Christoph Raschka
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Judenbühlweg 11
97082 Würzburg
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Citation
C. Raschka und S. Ruf.Bedeutung des Flüssigkeitshaushalts im Sport. 2026; 38: 47-51. doi: 10.5414/PRX00623.