Resektion von Barrettfrühneoplasien: wann EMR, wann ESD? A. Probst Universitätsklinikum Augsburg, III. Medizinische Klinik, Augsburg
DOI 10.5414/VDX01313
Abstract
Die endoskopische Resektion (ER) stellt für Barrett-assoziierte Frühneoplasien die Therapie der Wahl dar. Histopathologische Parameter (Eindringtiefe, Differenzierung, Lymphgefäßinvasion) sind für das Erreichen einer kurativen Resektion zu berücksichtigen. Zur ER stehen die endoskopische Mukosaresektion (EMR) und die endoskopische Submukosadissektion (ESD) zur Verfügung. In Meta-Analysen konnte eine Überlegenheit der ESD hinsichtlich en bloc-Resektionsrate, R0-Resektionsrate und Lokalrezidivrate bei vergleichbarer Komplikationsrate gezeigt werden. In nationalen und internationalen Leitlinien liegen unterschiedliche Empfehlungen zum Einsatz beider Verfahren vor. Bei morphologischem Verdacht oder bioptisch gesichertem Barrettfrühkarzinom sollte eine R0-Resektion unbedingt angestrebt werden. Da die ESD hierzu die höchste Erfolgsrate garantiert, sollte die ESD gegenüber der EMR favorisiert werden. Die EMR sollte auf kleine, flache Läsionen beschränkt bleiben.
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