Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 55 (2026) - März (137 - 147)

Update: Neues in der Diagnostik und Therapie der antikörpervermittelten Rejektion nach Nierentransplantation
A. Akifova1, Ö.E. Ömeroğlu1, C. Kurschat2, K. Budde1
1 Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin, Berlin, 2 Klinik II für Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin, Zentrum für Molekulare Medizin, Zentrum für seltene Erkrankungen Köln, Uniklinik Köln

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DOI 10.5414/NHX02514

Abstract

Trotz sinkender Abstoßungsraten durch moderne Immunsuppression bleibt die antikörpervermittelte Rejektion (AMR) ein wesentlicher Grund für einen frühzeitigen Transplantatverlust bei Nierentransplantierten. Fortschritte wie donor-derived cell-free DNA (dd-cfDNA) und das molekulare Mikroskop (Genexpressionsanlyse zum Beispiel durch das validierte MMDx-System) ermöglichen eine effizientere Diagnostik und ein verbessertes Therapie-Monitoring. Bei akuter AMR kann die Eliminierung zirkulierender Antikörper über Plasmapherese/Immunadsorption und gegebenenfalls der Einsatz von IVIG oder Komplementinhibitoren wie Eculizumab erfolgen, während bei chronisch-aktiver AMR vor allem Adhärenzkontrolle und Optimierung der Immunsuppression relevant sind. Kürzlich zeigte die Anti-CD38-Therapie mit Felzartamab, einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper gegen natürliche Killerzellen und Plasmazellen, in einer Phase-2-Studie bei später aktiver AMR vielversprechende Ergebnisse. Fallberichte und Fallserien zu Daratumumab liefern zusätzliche Evidenz für den Einsatz von Anti-CD38-Antikörpern in der AMR. Dies entspricht auch neuesten Erkenntnissen, die darauf hinweisen, dass NK-Zellen als zentrale Mediatoren der AMR fungieren. Insgesamt lassen neue therapeutische Ansätze hoffen, langfristig das Transplantatüberleben zu verbessern.

Author Details

Authors

Departments

  • 1 Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin, Berlin,
  • 2 Klinik II für Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin, Zentrum für Molekulare Medizin, Zentrum für seltene Erkrankungen Köln, Uniklinik Köln

Address

Prof. Dr. Klemens Budde
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
und
Prof. Dr. Christine Kurschat
Klinik II für Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie,
Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin
Universitätsklinik Köln
Kerpener Str. 62, 50937 Köln
Email: [email protected]; [email protected]

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Citation

A. Akifova, Ö.E. Ömeroğlu, C. Kurschat und K. Budde. Update: Neues in der Diagnostik und Therapie der antikörpervermittelten Rejektion nach Nierentransplantation. 2026; 55: 137-147. doi: 10.5414/NHX02514.

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