Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 52 (2023) - November (443 - 451)

Isolierte systolische Hypertonie im Alter vs. juvenile isolierte systolische Hypertonie: Wichtige Unterschiede in Pathophysiologie und Therapie
W. Zidek
Meoclinic, Berlin

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DOI 10.5414/NHX02329

Abstract

Pathogenetisch ist bei der isolierten systolischen Hypertonie (ISH) bei Älteren der Elastizitätsverlust zentraler Arterien wesentlich und erhöht sowohl in zentralen als auch peripheren Arterien die Blutdruckamplitude. Bei einigen Jüngeren ist hingegen der zentrale systolische Blutdruck normal. Sehr elastische Gefäße sorgen für eine langsame Laufzeit der reflektierten Pulswelle. Die Überlagerung mit der antegrad laufenden Pulswelle erfolgt dadurch nicht zentral, sondern peripher. Bei Jüngeren ist aber auch ein erhöhtes Herzzeitvolumen und eine erhöhte Gefäßsteifigkeit pathogenetisch wichtig. Die kardiovaskuläre Prognose der ISH ist nicht nur bei Älteren, sondern auch bei Jüngeren verschlechtert. Die Therapie der ISH bei Älteren verbessert die kardiovaskuläre Pro­gnose. Eine strenge ist der konventionellen Blutdruckeinstellung überlegen. Bei Jüngeren mit normalem zentralem Blutdruck kann bei Fehlen sonstiger kardiovaskulärer Risikofaktoren statt einer medikamentösen Therapie zunächst eine Verlaufsbeobachtung sinnvoll sein.

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  • Meoclinic, Berlin

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Prof. Dr. med. Walter Zidek
Meoclinic
Friedrichstraße 71
10117 Berlin
Email: [email protected]

Citation

W. Zidek.Isolierte systolische Hypertonie im Alter vs. juvenile isolierte systolische Hypertonie: Wichtige Unterschiede in Pathophysiologie und Therapie. 2023; 52: 443-451. doi: 10.5414/NHX02329.

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