Update therapieresistente Hypertonie F. Bauer Elisabeth-Krankenhaus Essen und St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr
DOI 10.5414/NHX02365
Abstract
Die dieses Jahr publizierte Leitlinie der ESH zur Behandlung der arteriellen Hypertonie geht ausführlich auf die therapieresistente Hypertonie ein. Die Diagnose sollte erst nach Ausschluss einer Pseudoresistenz sowie sekundärer Hypertonieformen gestellt werden, die Prävalenz wird auf ca. 5% der Hypertoniker geschätzt. Ihr liegt pathophysiologisch ein Zusammenspiel verschiedener neurohumoraler Faktoren zugrunde und es resultiert ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und Gesamtmortalität. Die Therapieeskalation ab dem vierten Antihypertensivum richtet sich nach Nebenindikationen und der eGFR. Die renale Denervation wurde als IIB-Empfehlung aufgenommen, sie kann bei ausgewählten Patient/-innen erwogen werden. Endpunktstudien hinsichtlich der optimalen Behandlung der therapieresistenten Hypertonie fehlen. Mit den Aldosteronsynthase-Inhibitoren wird derzeit in Studien eine neue antihypertensive Substanzklasse mit plausiblem Ansatz bei therapieresistenter Hypertonie untersucht.
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