Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 49 (2023) - Juli (330 - 336)

Individualprävention bei allergischen Atemwegserkrankungen – Die Berufskrankheit 4301 am Beispiel von Bäckerasthma
R. Kühn, M. Stadeler, F. Schneider, U. Stark
Geschäftsbereich Prävention, Abteilung Gesundheitsschutz, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

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DOI 10.5414/ATX02701

Abstract

Bäckerasthma und Bäckerschnupfen sind die häufigsten allergischen, berufsbedingten Atemwegserkrankungen und bieten sich daher für Betrachtungen zur Individualprävention an. Der Gesetzgeber fordert seit 2021 den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und die Stärkung der Individualprävention. Die Abwägung für oder gegen eine berufliche Neuorientierung ist eine persönliche Lebensentscheidung, bei der der strikten beruflichen Allergenkarenz psychosoziale Faktoren gegenüberstehen. Bei Fortsetzung der gefährdenden Tätigkeit (zum Beispiel bei Mehlstaubexposition in der Backproduktion) sind interdisziplinäre Maßnahmen notwendig. Hierzu gehören eine umfassende Allergenminimierung im Betrieb, eine fachärztliche Diagnostik und Therapie sowie eine allgemeine und branchenspezifische Asthmaschulung. Die berufliche Umorientierung bleibt bei jungen Betroffenen das Mittel der Wahl.

Author Details

Authors

Departments

  • Geschäftsbereich Prävention, Abteilung Gesundheitsschutz, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

Address

Dr. med. Roger Kühn
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel
und Gastgewerbe
Geschäftsbereich Prävention, Gesundheitsschutz
Dynamostraße 7-11, 68165 Mannheim
Email: [email protected]

Citation

R. Kühn, M. Stadeler, F. Schneider und U. Stark.Individualprävention bei allergischen Atemwegserkrankungen – Die Berufskrankheit 4301 am Beispiel von Bäckerasthma. 2023; 49: 330-336. doi: 10.5414/ATX02701.

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