Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 49 (2020) - Januar (1 - 6)

Kontrastmittelassoziiertes Nierenversagen
W. Ribitsch
Klinische Abteilung für Nephrologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Österreich

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DOI 10.5414/NHX02049

Abstract

In den letzten Jahren häufen sich Studien, die das renale Risiko von jodhaltigen Kontrastmitteln selbst bei CKD-Patienten und Diabetikern deutlich relativieren. Ein akutes Nierenversagen nach Kontrastmittelgabe ist insgesamt seltener als bislang angenommen und scheint am ehesten bei jenen Patienten aufzutreten, die aufgrund von akuten Begleiterkrankungen eine erhöhte renale Vulnerabilität aufweisen. Wie groß dabei das zusätzliche spezifische Risiko der Kontrastmittelgabe ist, kann derzeit nicht vorhergesagt werden. Auch Studien zur Prävention der Kontrastmittelnephropathie sind häufig negativ beziehungsweise erbrachten widersprüchliche Ergebnisse. Aus der aktuellen Datenlage lässt sich jedenfalls der Schluss ableiten, dass Patienten eine indizierte Kontrastmitteluntersuchung nicht aus Angst vor einem kontrastmittelassoziierten Nierenversagen vorenthalten werden sollte.

Author Details

Authors

Departments

  • Klinische Abteilung für Nephrologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Österreich

Address

PD Dr.med. Werner Ribitsch
Klinische Abteilung für Nephrologie
Universitätsklinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 27
8036 Graz, Österreich
Email: [email protected]

Citation

W. Ribitsch.Kontrastmittelassoziiertes Nierenversagen. 2020; 49: 1-6. doi: 10.5414/NHX02049.

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