Aluminium in dermatologischen Externa – gibt es für den Einsatz Kontraindikationen aufgrund der systemischen Toxizität?
H. Drexler
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der FAU Erlangen-Nürnberg
DOI 10.5414/DBX00327
Abstract
Aluminium wird u.a. in Antitranspirantien in handelsüblichen Deos und bei Hyperhidrose-Patienten eingesetzt. Die Debatte zur möglichen Toxizität verunsichert nicht nur die Anwender, sondern auch die Ärzteschaft. Die Neurotoxizität von Aluminium auf das zentrale Nervensystem ist durch Erkrankungen, verursacht durch aluminiumbelastete Dialyseflüssigkeiten, und durch arbeitsmedizinische Studien belegt. Enzephalopathien wurden aber nur bei den aluminiumbelasteten Dialysepatienten beschrieben. Die beobachtete Enzephalopathie mit einem dementiellen Syndrom entspricht klinisch nicht der Demenz des Alzheimer-Typs. Die Bedeutung der erhöhten Aluminiumkonzentrationen im Gehirn bei Alzheimer-Patienten ist bisher nicht geklärt (Ursache oder Folge der Alzheimererkrankung). Die Datenlage zur Kanzerogenität scheint kontrovers zu sein. Es liegen derzeit jedoch keine konsistenten Daten vor, die eine Entstehung von Brustkrebs durch Aluminium belegen, und Aluminium ist bislang weltweit von keiner Kommission als krebserzeugend eingestuft. Die Einhaltung von Grenzwerten im Urin bzw. Plasma kann auch subklinische Veränderungen verhindern. Bei einer normalen Umweltexposition gegenüber Aluminium ist nicht mit einer Gefährdung der Gesundheit zu rechnen. Ob durch eine intensive Therapie, beispielweise bei Hyperhidrosis, die Aluminiumexposition messbar zunimmt, lässt sich mit einer Urinprobe überprüfen.
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- Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der FAU Erlangen-Nürnberg
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Prof. Dr. med. Hans Drexler
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
der FAU Erlangen-Nürnberg
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Citation
H. Drexler.Aluminium in dermatologischen Externa – gibt es für den Einsatz Kontraindikationen aufgrund der systemischen Toxizität?. 2018; 66: 145-150. doi: 10.5414/DBX00327.