Verdauungskrankheiten, Jahrgang 33 - März/April (68 - 76)

Analvenenthrombose und thrombosierter Hämorrhoidalprolaps
J. Jongen1,2, K. Feeser1, J. Schumacher1, H.-G. Peleikis1,2, V. Kahlke1,2,3
1 Proktologische Praxis Kiel, 2 Abteilung Proktologische Chirurgie, Park-Klinik, Kiel, 3 Medizinische Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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DOI 10.5414/VDX00852

Abstract

Die Analvenenthrombose (AVT) ist der häufigste proktologische Notfall. Im Bereich der sensiblen Anokutanlinie entsteht ein bläulicher Knoten (Hämatom bzw. Thrombose). Differenzialdiagnostisch muss die AVT von dem thrombosierten Anal- und Hämorrhoidalprolaps (THP) unterschieden werden. Beide Läsionen können Schmerzen auslösen. Bei dem THP inkarzeriert und thrombosiert prolabierendes Hämorrhoidalgewebe und ist somit eine Komplikation von Hämorrhoiden Grad 2, 3 und 4. Die AVT kann bei entsprechenden Beschwerden exzidiert werden, während bei der THP in diesem Falle eine Hämorrhoidektomie notwendig wird. Bei beiden Läsionen ist das Vorgehen eher konservativ: lokale Kühlung und/oder kortikoidhaltige Salbe, systemisch: ein nichtsteroidales Antirheumatikum. Bei der AVT ist bei starken Schmerzen oder Blutungen nach Perforation eher eine Exzision zu erwägen. Nach einer Inzision könnte die Stelle verkleben und durch nachlaufendes Blut zu einem „Rezidiv“ kommen.

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Authors

Departments

  • 1 Proktologische Praxis Kiel,
  • 2 Abteilung Proktologische Chirurgie, Park-Klinik, Kiel,
  • 3 Medizinische Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Address

Dr. med. J. Jongen
Proktologische Praxis Kiel
Beselerallee 67
D–24105 Kiel
Email: [email protected]

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Citation

J. Jongen, K. Feeser, J. Schumacher, H.-G. Peleikis und V. Kahlke.Analvenenthrombose und thrombosierter Hämorrhoidalprolaps. 2015; 33: 68-76. doi: 10.5414/VDX00852.

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