Editorial
Die Schlafmedizin blickt hellwach in unsere Zukunft!
Holger Hein und Michael Feld
Jahrgang 5 (2026) p. 31 - 31
Abstract
Schlafmedizin, Jahrgang 5, Nr. 2/2026, S. 31
Die Schlafmedizin blickt hellwach in unsere Zukunft!
Holger Hein und Michael Feld
Hightech und Schlaf
Wearable Consumer Health-Tracker: Messtechniken – ihre Chancen und Limitationen!
Alexander Stump
Price
42.00 $
Jahrgang 5 (2026) p. 32 - 37
Abstract
Schlafmedizin, Jahrgang 5, Nr. 2/2026, S. 32-37
Wearable Consumer Health-Tracker: Messtechniken – ihre Chancen und Limitationen!
Alexander Stump
Correspondence to:
Alexander Martin Stump
Evang. Kliniken Essen-Mitte
Evang. Krankenhaus Essen-Steele
Klinik für Pneumologie Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Am Deimelsberg 34a
45276 Essen
Email: [email protected]
Hightech und Schlaf
KI in der Medizin: Die Schläue hinter dem Schlaf!
Georg Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 5 (2026) p. 38 - 41
Abstract
Schlafmedizin, Jahrgang 5, Nr. 2/2026, S. 38-41
KI in der Medizin: Die Schläue hinter dem Schlaf!
Georg Nilius
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Georg Nilius
Klinikum Dortmund gGmbH
Münsterstr. 240
44145 Dortmund
Email: [email protected]
Hightech und Schlaf
Wegweisende Biomarker: Neue polysomnographische Prädiktoren des kardiovaskulären Risikos bei OSA!
Nikolaus Büchner
Price
42.00 $
Jahrgang 5 (2026) p. 42 - 53
Abstract
Schlafmedizin, Jahrgang 5, Nr. 2/2026, S. 42-53
Wegweisende Biomarker: Neue polysomnographische Prädiktoren des kardiovaskulären Risikos bei OSA!
Nikolaus Büchner
Correspondence to:
Dr. med. Nikolaus Büchner
Helios Klinikum Duisburg
Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Duisburg
Hightech und Schlaf
Individualisierte Therapie von SBAS: Welche Rolle spielen Phänotypen und Endotypen?
Simon Herkenrath, Jürgen Kempchen und Winfried Randerath
Price
42.00 $
Jahrgang 5 (2026) p. 54 - 63
Abstract
Schlafmedizin, Jahrgang 5, Nr. 2/2026, S. 54-63
Individualisierte Therapie von SBAS: Welche Rolle spielen Phänotypen und Endotypen?
Simon Herkenrath, Jürgen Kempchen und Winfried Randerath
Correspondence to:
Dr. Simon Herkenrath
St. Marien Hospital Düren
Innere Medizin und Pneumologie
Düren
Email: [email protected]
Hightech und Schlaf
Telemedizin bei schlafbezogenen Atmungsstörungen als Teil einer modernen, partizipativen Medizin
Christoph Schöbel
Price
42.00 $
Jahrgang 5 (2026) p. 64 - 70
Abstract
Schlafmedizin, Jahrgang 5, Nr. 2/2026, S. 64-70
Telemedizin bei schlafbezogenen Atmungsstörungen als Teil einer modernen, partizipativen Medizin
Christoph Schöbel
Correspondence to:
Prof. Dr. Christoph Schöbel
Schlafmedizinischen Zentrum
Universitätsmedizin Essen
Ruhrlandklinik
Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum Essen GmbH
Essen
Email: [email protected]
Journal-Club
Elektrische Stimulation des Zungenmuskels mit Kalinix – Positionsabhängige OSA häufiger als gedacht – Positive Ergebnisse dank myofunktioneller Therapie – Aroxybutynin und Atomoxetin zur OSA-Therapie – Übermä&am
Jahrgang 5 (2026) p. 71 - 72
Abstract
Elektrische Stimulation des Zungenmuskels mit Kalinix – Positionsabhängige OSA häufiger als gedacht – Positive Ergebnisse dank myofunktioneller Therapie – Aroxybutynin und Atomoxetin zur OSA-Therapie – Übermä&am
Gesellschaftsnachrichten
Selbsthilfegruppe Schlafapnoe
Jahrgang 5 (2026) p. 73 - 73
Abstract
Selbsthilfegruppe Schlafapnoe
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Editorial
K. Ridwelski und F. Meyer
Jahrgang 44 (2026) p. 181 - 183
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 181-183
Editorial
K. Ridwelski und F. Meyer
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Aktuelles zur Adipositas- und metabolischen Chirurgie – Outcome-Messung, Langzeitergebnisse und Komplikationen
C. Stroh
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 184 - 193
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 184-193
Aktuelles zur Adipositas- und metabolischen Chirurgie – Outcome-Messung, Langzeitergebnisse und Komplikationen
C. Stroh
Klinik für Adipositas- und metabolische Chirurgie, SRH Wald-Klinikum Gera GmbH, Gera
Hintergrund: In der Adipositas- und metabolischen Chirurgie („bariatric metabolic surgery“ = BMS) haben sich in den Jahren der Corona-Pandemie eine Reihe neuer detaillierter Erkenntnisse zum Einfluss des Mikrobioms, der Gallensäuren und hormoneller Aspekte auf das Gewicht und die Komorbiditäten ergeben. Zudem hat sich gezeigt, dass die aktuellen Outcome-Messungen zu umfangreich sind, um verlässliche Daten großer Populationen zu erhalten.
Methode: Die vorliegende Arbeit ist eine Kurzübersicht insbesondere neuer Daten und Trends, präsentiert auf (inter-)nationalen Kongressen und berichtet in der Literatur. Es werden Möglichkeiten zur Berechnung des Langzeit-Outcomes anhand einfacher Score-Systeme vorgestellt. Zudem erfolgt ein Überblick über die wesentlichsten Studien zu Langzeitergebnissen der Adipositas- und metabolischen Chirurgie. Abschließend werden aktuelle Kenntnisse zum Einfluss des Mikrobioms, der Gallensäuren und neurohumoraler Faktoren auf das Gewicht und Komorbiditäten vorgestellt.
Ergebnisse (Eckpunkte): – Die vorliegenden Studien belegen den Langzeiteffekt der BMS. Sie zeigen insbesondere den Effekt auf die Remission des Diabetes mellitus sowohl für den Typ 1 als auch für den Typ 2 sowie zunehmend auf die Therapie der nicht-alkoholischen Steatosis hepatis (NASH). – Im Langzeitverlauf belegt die BMS Effekte auf die Reduktion des Karzinomrisikos und das verlängerte Überleben nach Karzinomen und sind damit von entscheidender Bedeutung. – Der Anstieg der Gallensäuren nach BMS beeinflusst die intestinale Fettresorption sowie die Sekretion von GLP 1 und PYY. Hieraus resultiert die Verbesserung der Blutzuckerregulation, des Fettstoffwechsels sowie der kardiovaskularen Funktion. – BMS führt zu einer Veränderung des intestinalen Mikrobioms. Hieraus resultiert eine Assoziation zur Gewichtsreduktion und zur Remission des Diabetes mellitus. – GLP1, GIP und PYY steigen nach BMS und beeinflussen die Magenentleerung, den Blutzuckerspiegel und den Fettstoffwechsel.
Schlussfolgerung: Die Adipositas- und metabolische Chirurgie ist ein sich schnell entwickelndes Gebiet. Das zunehmende Verständnis neurohumorale Einflüsse, des Mikrobioms und der Effekt der Gallensäuren wird die Adipositastherapie und -chirurgie zukünftig wesentlich beeinflussen. Erste Ansätze dazu stellen die Zulassung der GLP1-Analoga mit und ohne die Kombination mit GIP dar.Correspondence to:
Prof. Dr. Christine Stroh
Klinik für Adipositas- und metabolische Chirurgie
SRH Wald-Klinikum Gera GmbH
Straße des Friedens 122
07548 Gera
Email: [email protected]
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Stellenwert der Ernährung bei Adipositas
C. Meißner, F. Meyer und K. Ridwelski
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 194 - 205
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 194-205
Stellenwert der Ernährung bei Adipositas
C. Meißner1#2, F. Meyer3 und K. Ridwelski2#4
1Medizinisches Versorgungszentrum „Im Altstadtquartier“ GmbH, Facharztzentrum, Ambulantes Operationszentrum, Praxisklinik, Magdeburg, 2Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, AN-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin gGmbH, 3Otto-von-
Guericke-Universität Magdeburg mit Universitätsklinikum, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, 4Klinikum Magdeburg gGmbH, Klinik für Viszeral-, Akut- und Gefäßchirurgie, Magdeburg
Hintergrund: Die Adipositas stellt ein globales Gesundheitsproblem dar – einer der wesentlichen Trigger ist die Hyperalimentation.
Ziel: Ausgehend von einer epidemiologischen Betrachtung der Adipositas und den damit assoziierten gesundheitlichen Auswirkungen soll die zentrale Rolle der Ernährung in der Entstehung und Verschärfung der Adipositas diskutiert werden.
Methode: Narrative Übersicht, basierend auf i) einschlägigen klinischen Managementerfahrungen (und) ii) ausgewählten themenbezogenen Referenzen der medizinisch-wissenschaftlichen Literatur.
Ergebnisse (Eckpunkte): – Die Adipositas ist als eines der massivsten und brennendsten Gesundheitsprobleme global einzustufen. – Das Verhältnis von viszeralem Fett zum Fett der Körperoberfläche, das Phänomen der „sarkopenen Adipositas“ sowie Adipositas und mögliche Mangelerscheinungen sind Aspekte, die im (Ernährungs-)Management der Adipositas eine gebührende Beachtung finden müssen. – Ernährung und Adipositas weisen dabei eine untrennbare, sich gegenseitig bedingende Korrelation auf. – Die Adipositas gilt nicht nur selbst als bedeutsamer und schwerwiegender Risikofaktor, sondern ist wesentlicher Trigger für pathophysiologische Konsequenzen wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und arterielle Hypertonie neben dem Umstand, dass sich Problemkonstellationen durch die Kombination mit weiteren Lebensstilaspekten wie Alkohol- und Nikotinabusus sowie Bewegungsarmut potenzieren können. – Die orale Nutrition bietet eine Reihe von therapeutischen Ansätzen und Interventionsmöglichkeiten, um eine ausgeglichene Energiebilanz (die Differenz zwischen Energiezufuhr mittels Ernährung und Verbrauch mittels Stoffwechsel und physischer Aktivität) zu erreichen und nachhaltig zu etablieren. – Nutritive (Diäten), verhaltenstherapeutische, neue medikamentöse und interventionelle/operative Optionen (bariatrische Chirurgie) repräsentieren das verfügbare Spektrum therapeutischer Ansätze, deren befundgerechte Indikation abzuleiten, zu verfolgen und konsequent auszuschöpfen ist.
Schlussfolgerung: Die Ernährung als wesentliches Lebensstilelement beeinflusst nicht nur zu erheblichem Teil die Körperzusammensetzung und -konstitution bis hin zu Übergewicht und Adipositas, sondern bietet auch eine Reihe von gesundheitsbetreuerischen Interventionsmöglichkeiten mit mäßigem bis moderatem therapeutischen Effektpotenzial.Correspondence to:
Dr. med. Carl Meißner
MVZ „Im Altstadtquartier“ GmbH
Max-Otten-Straße 14
39104 Magdeburg
Email: [email protected]
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Update zur S3-Leitlinie „Intestinale Motilitätsstörungen 2021“ – aus chirurgischer Perspektive
M. Rothenbächer und U. Rose
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 206 - 215
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 206-215
Update zur S3-Leitlinie „Intestinale Motilitätsstörungen 2021“ – aus chirurgischer Perspektive
M. Rothenbächer und U. Rose
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau; Halle/Saale
Hintergrund: Die intestinale Motilitätsstörung stellt eine vielschichtige Herausforderung in der Viszeralmedizin hinsichtlich Diagnostik und Therapie bei teils eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten dar.
Ziel: Basierend auf dem Update der S3-Leitlinie zur intestinalen Motilitätsstörung, bietet dieser Artikel eine Orientierung für die Diagnostik sowie das Management von Patienten mit gastrointestinaler Motilitätsstörung.
Methode: Narrative Übersicht – Grundlage ist eine umfangreiche Literaturrecherche unter Einbeziehung von Expertenmeinungen und deren als auch eigener klinischer Erfahrung aus dem klinisch-viszeralchirurgischen Alltag.
Ergebnisse (Eckpunkte): – Die intestinale Motilitätsstörung beruht auf einer neuromuskulären Dysfunktion von Dünn- und/oder Dickdarm einschließlich Rectum, wobei primäre und sekundäre Erkrankungsformen unterschieden werden. Die „London Klassifikation“ umfasst enterische Neuropathien, Myopathien und Mesenchymopathien. – Innerhalb der Darmwand bilden das enterische Nervensystem (ENS), die glatte Muskulatur und die interstitiellen Cajal-Zellen (ICC) das Zellsystem, das maßgeblich für die Motilität von Dünn- und Dickdarm verantwortlich ist. – Klinisch können verschiedene intestinale Motilitätsstörungen unterschieden werden wie zum Beispiel chronische intestinale Pseudoobstruktion (CIPO), akute colonische Pseudoobstruktion (ACPO, Ogilvie-Syndrom), idiopathisches Megacolon/-rectum (IMC), M. Hirschsprung, „Slow Transit Constipation“ (STC) und anorektale Funktionsstörungen (Beckenbodendyssynergie, Anismus, Beckenbodenspastik). – Diagnostisch ist eine Stufendiagnostik mit Labor, Bildgebung (Sonografie, Endoskopie sowie radiologische Verfahren), Transitzeitbestimmung, intraluminale Manometrie sowie Histologie in Abhängigkeit von Symptomausprägung und Therapienotwendigkeit zu favorisieren. – Kleinere, fett- und ballaststoffarme Mahlzeiten bei Aufrechterhaltung einer ausreichenden enteralen Ernährung, die medikamentöse prokinetische Therapie zur verbesserten intestinalen Propulsion – einzig zugelassen: Prucaloprid, ein 5HT4-Agonist – auch mit Metoclopramid und Domperidon („off lable“ – ebenso Makrolide für maximal 7 Tage) umfassen konservative Therapieansätze. – Die chirurgische Therapie muss – bis auf wenige Ausnahmen – auf Notfallsituationen beschränkt bleiben (ultima ratio: Dünndarmtransplantation), die durch konservative Maßnahmen oder endoskopische Dekompressionssonde nicht zu therapieren sind. – Da weiterhin repräsentative Studien mit entsprechendem Evidenzgrad zu diversen Aspekten der intestinalen Motilitätsstörung fehlen, führt dies zu einer praktisch manifesten Limitation der vorliegenden Empfehlungen, die ohnehin noch nicht genügend individuelle Patientenmerkmale berücksichtigen.
Schlussfolgerung: Therapeutische Ansätze sollten sich an den zugrundeliegenden Ursachen orientieren und können medikamentöse, ernährungsbezogene oder interventionelle/operative Maßnahmen umfassen. Die richtige Differenzialdiagnosestellung ist entscheidend, um eine angemessene Behandlung einzuleiten. Die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen wie Gastroenterologie, Chirurgie und Radiologie ist bedeutsam für eine erfolgreiche Behandlung und das Management von Patienten mit diesem komplexen und herausfordernden Krankheitsgeschehen.Correspondence to:
Maximilian Rothenbächer
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau
Röntgenstraße 1
06120 Halle (Saale)
Email: [email protected]
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Postoperative lymphatische Komplikationen in der Allgemein- Viszeral- und Gefäßchirurgie
M. Walensi, I. Krasniuk, L.R. Feld und J.N. Hoffmann
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 216 - 229
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 216-229
Postoperative lymphatische Komplikationen in der Allgemein- Viszeral- und Gefäßchirurgie
M. Walensi1, I. Krasniuk2, L.R. Feld3 und J.N. Hoffmann1
1Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie, Elisabeth-Krankenhaus Essen – Herz- und Gefäßzentrum, CONTILIA Gruppe, Essen, 2Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Städtisches Klinikum Solingen, Solingen, 3Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Elisabeth-Krankenhaus Essen – CONTILIA Gruppe, Essen
Die operative Entfernung von Lymphknoten spielt in der onkologischen Diagnostik und Therapie eine große Rolle. In der Allgemein- und Viszeralchirurgie, aber auch in spezialisierten Fächern wie der Gynäkologie, der Urologie oder der HNO-Heilkunde sind vor allem die Achsel und die Leiste leicht zugängliche Lokalisationen für die Gewinnung von einzelnen Lymphknoten. In der Viszeralchirurgie gehört der Chylothorax zu den potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen der Ösophaguschirurgie. Die Chylaszites (auch Chylaskos) ist häufig eine persistierende postoperative Komplikation, welche nach großen abdominellen onkologischen Operationen mit ausgedehnter Lymphadenektomie (zum Beispiel Pankreaschirurgie, Sarkome), aber auch in seltenen Fällen nach offener Aortenchirurgie auftritt. Bei Lymphozelen handelt es sich um eine Ansammlung von klarer Lymphflüssigkeit in einem anatomisch dafür nicht vorgesehenen Raum. Diese Komplikation tritt öfter nach gefäßchirurgischen Eingriffen im Bereich der Leiste, aber auch nach onkologischen Eingriffen wie Lymphadenektomien bzw. Lymphknotendissektionen auf. In der Gefäßchirurgie stellt die Leistenregion als oftmaliges Operationsgebiet eine Prädilektionsstelle für lymphatische Komplikationen dar. Vor allem postoperativ auftretende lymphatische Komplikationen können langwierig und auch therapierefraktär sein und schwere Sekundärkomplikationen auslösen. Die vorliegende Arbeit gibt eine Übersicht über häufige, in der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie in der Gefäßchirurgie vorkommende lymphatische Komplikationen, ihre Diagnostik sowie die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen.Correspondence to:
Dr. med. Mikolaj Walensi, M.A.
und
Prof. Dr. med. Johannes N. Hoffmann
Elisabeth-Krankenhaus Essen – Herz- und Gefäßzentrum
Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie
Klara-Kopp-Weg 1
45138 Essen
Email: [email protected]; [email protected]
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Kurzdarm und chirurgische Intervention im Abdomen – was müssen Chirurg/-innen wissen?
A. Weimann, A. Müller und I. Schiefke
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 230 - 237
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 230-237
Kurzdarm und chirurgische Intervention im Abdomen – was müssen Chirurg/-innen wissen?
A. Weimann1, A. Müller1 und I. Schiefke2
1Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie, Klinikum St. Georg, Leipzig, 2Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie und Endokrinologie, Klinikum St. Georg, Leipzig
Das Kurzdarmsyndrom ist selten, die Behandlung in der klinischen Praxis jedoch anspruchsvoll.
Ziel: Für Chirurg/-innen präsentiert der Artikel eine aktuelle Übersicht der Literatur und Leitlinien und gibt praktische Empfehlungen für die konservative und chirurgische Behandlung.
Methode: Narrative Übersicht.
Ergebnisse (Eckpunkte): Anzustreben ist die intestinale Rehabilitation ggf. mit langzeitparenteraler Ernährung und möglicher Indikation zum Einsatz von GLP-2 Agonisten. Immer wieder ist auch die Indikation für chirurgisch restaurative Massnahmen zur Wiederherstellung/Verlängerung der Kontinuität bis hin zur Dünndarm- (Leber-Dünndarm-) Transplantation zu prüfen.
Schlussfolgerung: Es besteht international Konsens, dass Patienten mit Kurzdarmsyndrom der multidisziplinären Therapie in erfahrenen Zentren bedürfen – anderenfalls sollte die Behandlung in enger Kooperation mit diesen Zentren erfolgen.Correspondence to:
Prof. Dr. Arved Weimann, MA
Abt. Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie
Klinikum St. Georg gGmbH
Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig
Email: [email protected]
Anspruchsvolle Problematiken und Fallkonstellationen aus dem klinischen Alltag in der Allgemein-/Viszeralchirurgie
Gallenblasenkarzinom als Zufallsbefund in der Histologie – Empfehlungen zur weiteren Therapie
M. Stockmann
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 238 - 245
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 238-245
Gallenblasenkarzinom als Zufallsbefund in der Histologie – Empfehlungen zur weiteren Therapie
M. Stockmann
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Ev. Krankenhaus Paul Gerhardt Stift, Lutherstadt Wittenberg
Das Gallenblasenkarzinom ist eine seltene, dabei jedoch eine aggressive Form von Krebs, der in der Gallenblase auftritt. In den meisten Fällen handelt es sich um ein Adenokarzinom. Es wird nicht selten erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert und hat dann eine schlechte Prognose.
Methode: Narrative Übersicht.
Ergebnisse (Eckpunkte): Ein Gallenblasenkarzinom wird immerhin bei 0,2 – 2,9% aller Cholecystektomien (CCE) ohne vorherige Kenntnis des Tumors (Zufallsbefund, inzidentiell) diagnostiziert. Insbesondere die Benutzung eines dichten Bergebeutels sollte konsequente Routine bei jeder laparoskopischen CCE sein. Das gesamte Gewebepräparat muss gestuft durchuntersucht werden, die exakte Lage des Tumors in der Gallenblase, explizit der Absetzungsrand des D. cysticus und des Gallenblasenbettes, das Grading, die lymph-perineurale-angio-Invasion (L, V, pN) und der primäre Lymphknotenstatus (ggf. Nx) müssen histopathologisch beschrieben sein. Bei nachgewiesenem Gallenblasenkarzinom ist ein Staging mit Computertomographie (CT) von Thorax+Abdomen sowie Tumormarkern (CEA, CA19-9) mit folgender Fallbesprechung in einer interdisziplinären Tumorkonferenz nötig. Die Indikation für eine Nachoperation ergibt sich bei jedem Tumorstadium größer als T1a einerseits aus den Absetzungsebenen (R1 und knapp R0 – klare Indikation zur Nachoperation) und anderseits aus der Wahrscheinlichkeit für Metastasen (insbesondere lokoregionäre Lymphknoten). Ziel einer Nachoperation muss die sichere R0-Resektion möglichst en bloc sein. Wichtige Strukturen und Absetzungsebenen sollten für die Pathologie markiert werden. Eine partielle Resektion der Segmente 4b und 5 (Gallenblasenbettresektion) von mindestens 20 – 25 mm Parenchymdicke en bloc mit von der Voroperation anhängendem Gewebe (meist Omentum majus) ist für die Tumorstadien T1 und T2 empfohlen, wenn nur die Gallenblasenwand betroffen war. Bei höheren Tumorstadien muss eine extensivere Resektion der kompletten Segmente 4b und 5 bis hin zu einer erweiterten Hemihepatektomie rechts erfolgen, ggf. adäquate Mitresektion des DHC bzw. multiviszerale Resektion mit DHC oder Duodenum bis hin zu einer Pankreaskopfresektion (Nachresektion der Trokar-Zugänge nur, wenn bei der CCE kein Bergebeutel benutzt wurde). Unverzichtbar ist die ausführliche Aufklärung des Patienten.
Schlussfolgerung: Prinzipiell besteht die Indikation für eine radikale Nachoperation jedes Gallenblasenkarzinoms größer als T1a und bei knappen Absetzungsebenen auf Basis einer genauen histologischen Aufarbeitung zur Erreichung eines verlässlichen R0-Status entsprechend der deutschen wie europäischen Leitlinien bei jedem Patienten jeden Alters in ausreichendem Allgemeinzustand und damit adäquatem Operationsrisiko. Nur bei Tis und T1a und sicherem Abstand kann auf eine Nachoperation verzichtet werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Martin Stockmann, MD PhD
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Ev. Krankenhaus Paul Gerhardt Stift
Paul-Gerhardt-Str. 42-44
06886 Lutherstadt Wittenberg
Email: [email protected]
Jahrgang 44 (2026) p. 246 - 248
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 4/2026, S. 246-248
Industrienachrichten
Case Report
Anaphylaxis to duck and goose eggs with preserved tolerance to hen’s eggs: A case report
Alice Botta, Lea Caron, Matteo Cavara, Alessandra Chiei Gallo, Eleonora Bono, Christian P. Ratti, Sara Pasqualetti, Enrico Iemoli, and Valeria Ortolani
Volume 10 (2026) p. 192 - 196
Abstract
Allergologie select, Vol. 10/2026 (192-196)
Anaphylaxis to duck and goose eggs with preserved tolerance to hen’s eggs: A case report
Alice Botta1, Lea Caron1, Matteo Cavara1, Alessandra Chiei Gallo1, Eleonora Bono1, Christian P. Ratti1, Sara Pasqualetti2,3, Enrico Iemoli1, and Valeria Ortolani1
1Allergy and Clinical Immunology Unit, L. Sacco Hospital, 2Clinical Pathology Unit, Luigi Sacco University Hospital, ASST Fatebenefratelli-Sacco, and 3Department of Biomedical and Clinical Sciences “Luigi Sacco”, Università degli Studi di Milano, Milan, Italy
Background: Selective allergy to eggs from specific avian species, while maintaining tolerance to hen’s eggs, is rare and may present diagnostic challenges. Case report: We report the case of a 75-year-old woman with no history of atopic disease who experienced episodes of anaphylaxis after consuming duck and goose eggs, while tolerating hen’s eggs. Skin prick tests with commercial hen’s egg extracts were negative. Serum testing revealed very low total IgE levels (5 kU/L) and low specific IgE to ovomucoid (Gal d 1), with negative results for other egg proteins. Prick-to-prick testing showed positive reactions to raw duck and goose egg white, whereas results were negative for cooked duck and goose eggs and for both raw and cooked hen’s and quail eggs. An oral food challenge confirmed tolerance to hen’s eggs. Conclusion: This case highlights a rare presentation of selective allergy to eggs from the Anseriformes order with preserved tolerance to hen’s eggs. Comprehensive allergy evaluation – including skin testing, specific IgE measurement, and oral food challenges – may be essential to identify selective sensitizations and to provide appropriate dietary recommendations.Correspondence to:
Dr. Alice Botta, Allergy and Clinical Immunology Unit, Sacco Hospital, Via Giovanni Battista Grassi, 74, 20157, Milan, Italy
Email: [email protected]
case studies
Medium cut-off hemodialysis in multiple myeloma-associated cast nephropathy: A single-center experience
Ana Rita Ramos, Marisa Roldão, Rita Valério Alves, Rachele Escoli, and Paulo Santos
Volume 14 (2026) p. 51 - 57
Abstract
Clinical Nephrology – Case Studies, Vol. 14/2026 (51-57)
Medium cut-off hemodialysis in multiple myeloma-associated cast nephropathy: A single-center experience
Ana Rita Ramos, Marisa Roldão, Rita Valério Alves, Rachele Escoli, and Paulo Santos
Nephrology Department, Centro Hospitalar Médio Tejo – Torres Novas, Portugal
Background: Myeloma cast nephropathy (CN) is a severe complication of multiple myeloma and a frequent cause of dialysis-dependent acute kidney injury (AKI). High circulating free light chains (FLC) contribute to tubular injury, and strategies aimed at accelerating their reduction have been proposed. Medium cut-off (MCO) membranes allow enhanced clearance of middle molecules, including FLC. Clinical data regarding their implementation in routine practice remain limited. The aim of this study was to describe our institutional experience following the introduction of MCO hemodialysis in patients with dialysis-dependent CN. Materials and methods: We conducted a retrospective singlecenter case series including consecutive patients treated between February 2024 and December 2025. Eligible patients had dialysis-dependent AKI due to presumed or biopsy-proven CN and were managed according to a predefined protocol combining anti-myeloma therapy and intensive MCO hemodialysis (Theranova 500), consisting of eight 6-hour sessions within the first 10 days when clinically feasible. Serum FLC levels were measured before each session. Results: Six patients were included. Baseline FLC levels ranged from 1,550 to 30,000 mg/L. A marked early decline in circulating FLC was observed during the intensive MCO phase, with 4 patients achieving > 80% reduction. Treatment interruptions due to clinical instability, frequently associated with infectious complications, occurred in several cases. Renal trajectories were heterogeneous, and dialysis independence was achieved in 3 patients. Conclusion: This case series describes the real-world implementation of MCO hemodialysis in dialysis-dependent CN. Although substantial early FLC reduction was observed, renal recovery varied and appeared to be influenced by multiple clinical factors.Correspondence to:
Ana Rita Ramos, Nephrology resident, Nephrology Department, Unidade Local de Saúde do Médio Tejo, Rua Xanana Gusmão 45, 2350-754, Torres Novas, Portugal
Email: [email protected]
Original
Dietary mineral intake of young adults in single-person households
Su-Ryeon Han and Mi-Kyeong Choi
Price
42.00 $
Volume 43 (2026) p. 120 - 129
Abstract
Trace Elements and Electrolytes, Vol. 43 – No. 3/2026 (120-129)
Dietary mineral intake of young adults in single-person households
Su-Ryeon Han and Mi-Kyeong Choi
Department of Food and Nutrition, Kongju National University, Yesan, Korea
Objective: This study aimed to assess dietary mineral intake status among young adults and to investigate its association with household type.
Materials and methods: This cross-sectional survey assessed dietary intake using a 24-hour recall method among 863 healthy adults (aged 20 – 39) in Chungnam, Korea. For the 12 minerals (Ca, P, Na, K, Mg, Fe, Zn, Cu, Mn, I, Se, and Mo), the daily intake, nutrient density (ND), the index of nutritional quality (INQ), the nutrient adequacy ratio (NAR), and the mean adequacy ratio (MAR) were calculated. Student’s t-test was used to compare differences between single- and multi-person households.
Results: Among the participants, 39.2% lived in single-person households. Daily intakes of K, Mg, Mn, and Mo were significantly lower in single-person households. In addition, the ND, INQ, and NAR values for several minerals were significantly lower among individuals living alone. In particular, the intake and adequacy levels of K and Mn were consistently lower across all assessment indicators in the total population as well as among both male and female participants. The MAR for the 12 minerals was also significantly lower in single-person households than in multi-person households across all groups.
Conclusion: Compared with those living in multi-person households, young adults in their 20s and 30s living in single-person households had lower mineral intake levels and poorer mineral adequacy.Correspondence to:
Mi-Kyeong Choi, PhD
Department of Food and Nutrition
Kongju National University
54 Daehak-ro, Yesan 32439, Korea
Email: [email protected]
Case
Report
Tislelizumab-induced hyperamylasemia: Case report and safety analysis using the FAERS database
Wusimanjiang Aimaiti, Shidan Yu, Yulong Huang, Lijuan Yang, Shuowen Wang, and Shengying Gu
Price
42.00 $
p. 0 - 8
Abstract
Wusimanjiang Aimaiti1, Shidan Yu1,3, Yulong Huang1, Lijuan Yang2, Shuowen Wang1, and Shengying Gu1
1Department of Clinical Pharmacy, 2Department of Gastroenterology, Shanghai General Hospital, Shanghai Jiao Tong University School of Medicine, Shanghai, and 3Department of Pharmacy, No. 906 Hospital of Joint Logistic Support Force of PLA, Ningbo, Zhejiang, China
Objective: To present a case report involving hyperamylasemia caused by tislelizumab and to assess the safety of tislelizumab using the FDA Adverse Event Reporting System (FAERS) database. Background: Although the anti-PD-1 monoclonal antibody tislelizumab is approved by the FDA, the small cohort sample sizes in clinical trials fail to support a thorough safety assessment, especially for immune-related adverse reactions. Case report: A 69-year-old patient developed tislelizumab-related hyperamylasemia after 6 cycles of combination immunotherapy with pemetrexed, tislelizumab, and carboplatin. A total of 5,778 tislelizumab-associated adverse event reports, mainly from China, were retrieved from the FAERS database. Four positive signals were identified at the system organ class (SOC) level and 122 positive signals at the preferred term (PT) level. At the SOC level, tislelizumab exhibited the strongest correlation with blood and lymphatic system disorders (ROR = 24.11, 95% CI: 23.11 – 25.14). At the PT level, myelosuppression was the most significant adverse signal (ROR = 737.29, 95% CI: 705.23 – 770.82). In the SOC category of Investigations, tislelizumab was correlated with decreased counts of neutrophils, white blood cells, platelets and lymphocytes, elevated hepatic enzymes, and increased amylase levels, which was consistent with the manifestation of our presented case. Conclusion: Tislelizumab is associated with multisystem adverse events. Close monitoring of serum amylase levels, as well as regular hematological and biochemical examinations, is essential during clinical medication.
Correspondence to:
Dr. Shengying Gu, Department of Clinical Pharmacy, Shanghai General Hospital, Shanghai Jiao Tong University School of Medicine, No. 100 Haining Road, Hongkou District, Shanghai 200080, China
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