Allergologie, Jahrgang 35 - Juli (351 - 358)

Algorithmen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit
I. Reese1, C. Schäfer2
1 Ernährungstherapeutische Praxis Allergologie, München, 2 Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg

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DOI 10.5414/ALX01482

Abstrakt

Nicht selten wird der häufigen subjektiven Einschätzung, unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu leiden, die Prävalenz der tatsächlich nachweisbaren Nahrungsmittelallergien gegenüber gestellt und so der Eindruck erweckt, dass nur ein Zehntel der subjektiv Betroffenen reproduzierbare Beschwerden hat. Diese angeführte Häufigkeit bezieht sich allerdings lediglich auf die klassische Nahrungsmittelallergie und ignoriert die Prävalenzzahlen von anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Auch das diagnostische und therapeutische Vorgehen orientiert sich oftmals am etablierten Vorgehen für den Verdacht auf Nahrungsmittelallergie, obwohl es für andere Pathomechanismen nicht übertragbar ist. Der Artikel stellt für die wichtigsten Pathomechanismen der Nahrungsmittelunverträglichkeit Algorithmen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen unter Berücksichtigung der engen Verzahnung zwischen Allergologe und allergologisch versierter Ernährungsfachkraft vor. Die Gegenüberstellung der diagnostischen und therapeutischen Vorgehensweisen bei den verschiedenen Pathomechanismen verdeutlicht, dass sich die verwendeten diagnostischen und therapeutischen Instrumente oftmals zwar ähneln, sich aber Zeitpunkt und Zielrichtung ihres Einsatzes unterscheiden. Die entwickelten Algorithmen veranschaulichen die Komplexizität und notwendige Interdisziplinarität der verschiedenen Vorgehensweisen bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit und stellen dar, dass die enge Verzahnung von Allergologe und allergologisch versierter Ernährungsfachkraft sowohl die sichere Diagnose als auch die umsetzbare Therapie optimieren kann.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Ernährungstherapeutische Praxis Allergologie, München,
  • 2 Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg

Adresse

Dr. Imke Reese
Ernährungsberatung und -therapie
Schwerpunkt Allergologie
Ansprengerstraße 19
D-80803 München
Email: [email protected]

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Citation

I. Reese und C. Schäfer.Algorithmen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit. 2012; 35: 351-358. doi: 10.5414/ALX01482.

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