Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38 - Juni (235 - 242)

Update N-Acetylcystein
A. Gillissen
Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin, Klinikum Kassel

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DOI 10.5414/ATX01763

Abstrakt

N-Acetylcystein (NAC) ist die azetylierte Variante der Aminosäure L-Cystein. In den vergangenen Dekaden hat es vor allem eine weite Verbreitung als Mukolytikum zur Therapie verschiedener Bronchitisformen gefunden. Zudem ist es zugelassenes Antidot einer Paracetamol/Paraquat-Intoxikation. NAC reduziert das oxidierte Methionin in den Atemwegen von Patienten mit einer Alveolitis und konnte bei der idiopathischen Lungenfibrose den jährlichen Lungenfunktionsabfall vermindern. Es wurde in Studien, aber auch bei extrapulmonalen Erkrankung erfolgreich getestet, indem es die nephrotoxische Wirkung von Kontrastmitteln oder den durch eine Ischämie induzierten myokardialen Zellschaden verminderte (Reperfusionsischämie). Diese antiinflammatorischen Effekte beruhen vor allem darauf, dass es erstens Cystein für die zelluläre Glutathionsynthese zur Verfügung stellt. Glutathion ist eines der wichtigsten zellulären antioxidativen Peptide. Zweitens besitzt NAC eine intrinsische antioxidative Aktivität, indem es direkt reaktive Sauerstoffradikale zu reduzieren vermag. Dieser Artikel gibt einen aktuellen Überblick über den zuglassen Einsatz von NAC in der Medizin und erlaubt darüber hinaus einen Einblick in weitere mögliche Einsatzgebiete.

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  • Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin, Klinikum Kassel

Adresse

Prof. Dr. med. A. Gillissen
Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin
Klinikum Kassel
Mönchebergstraße 41
D–34125 Kassel
Email: [email protected]

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Citation

A. Gillissen.Update N-Acetylcystein. 2012; 38: 235-242. doi: 10.5414/ATX01763.

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