Allergologie, Jahrgang 35 - April (187 - 208)

S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 2: Therapie der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier1, W. Aberer2, K. Brockow3, J. Grabbe4, E. Hamelmann5, K. Hartmann6, T. Jakob7, M. Maurer1, H. F. Merk8, M. Ollert3, F. Ruëff9, P. Schmid-Grendelmeier10, P. Staubach11, I. Voigtmann12, B. Wedi13
1 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2 Universitätshautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4 Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Kantonsspital Aarau, Schweiz, 5 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sankt- Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, 6 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität Köln, 7 Universitätshautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 8 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Hautklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen, 9 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 1  0 Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 1  1 Klinik für Dermatologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 1  2 Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Mönchengladbach, 1  3 Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover

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DOI 10.5414/ALX01443

Abstrakt

Eine länger dauernde Urtikaria hat einen starken Einfluss auf die Lebensqualität. Daher ist, wenn kausale Faktoren nicht beseitigt werden können, eine effektive symptomatische Behandlung notwendig. Die empfohlene Therapie der ersten Wahl ist die Gabe von nicht sedierenden H1-Antihistaminika der neuen Generation. Wenn die Standarddosierung nicht ausreichend wirksam ist, sollte die Dosis bis auf das Vierfache erhöht werden. Bei Patienten, die auch auf eine solche Behandlung nicht ansprechen, sind Therapeutika der zweiten Wahl zusätzlich zu Antihistaminika zu empfehlen. Dabei sollten sowohl das Nutzen-Risiko-Profil als auch die Kosten berücksichtigt werden. Kortikosteroide sind für die Langzeitbehandlung aufgrund ihrer unvermeidbaren schweren Nebenwirkungen nicht empfohlen. Die hier vorgelegte deutschsprachige Leitlinie wurde auf der Basis der internationalen englischsprachigen unter besonderer Berücksichtigung der medizinischen Gegebenheiten im deutschsprachigen Raum erstellt. Diese Leitlinie ist gemeinsam mit der Leitlinie zur Klassifikation und Diagnose der Urtikaria das Ergebnis eines Konsensus, der auf einer Podiumsdiskussion beim 3. Internationalen Konsensusmeeting zur Urtikaria, der „Urticaria 2008“, erzielt wurde. Die „Urticaria 2008“ war eine gemeinsame Initiative der Sektion Dermatologie der EAACI (Euro pean Academy of Allergology and Clinical Immunology), des EU-geförderten Network of Excellence GA2LEN (Global Allergy and Asthma European Network), des EDF (European Dermatology Forum) und der WAO (World Allergy Organization). Die Autoren der deutschsprachigen Version waren während des Treffens anwesend.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin,
  • 2 Universitätshautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich,
  • 3 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München,
  • 4 Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Kantonsspital Aarau, Schweiz,
  • 5 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sankt- Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum,
  • 6 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität Köln,
  • 7 Universitätshautklinik, Universitätsklinikum Freiburg,
  • 8 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Hautklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen,
  • 9 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München,
  • 1 
  • 0 Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz,
  • 1 
  • 1 Klinik für Dermatologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz,
  • 1 
  • 2 Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Mönchengladbach,
  • 1 
  • 3 Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover

Adresse

Prof. Dr. T. Zuberbier
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D-10117 Berlin
Email: [email protected]

Citation

T. Zuberbier, W. Aberer, K. Brockow, J. Grabbe, E. Hamelmann, K.  Hartmann, T. Jakob, H.F. Merk, M. Ollert, F. Ruëff, P. Schmid-Grendelmeier, P. Staubach, I. Voigtmann, B. Wedi und M. Maurer.S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 2: Therapie der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie. 2012; 35: 187-208. doi: 10.5414/ALX01443.

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